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Greta im ICE: Kommunikationskatastrophe für die Deutsche Bahn

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Symbolbild
Symbolbild   -   Copyright  Pixabay CC Holzijue
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Nachdem Greta Thunberg am Samstagabend einen Tweet mit Foto aus einem überfüllten ICE gepostet hatte, behauptet die Deutsche Bahn am Sonntag auf Twitter, die Klimaaktivistin habe einen Platz in der 1. Klasse bekommen und hätte das auch im Internet mitteilen sollen. Dabei duzt das Team von @DB_Presse die junge Schwedin und schlägt für eine Marketing-Abteilung einen seltsamen Ton an: "Liebe #Greta, danke, dass Du uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt! Wir haben uns gefreut, dass Du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst. Und das mit 100 Prozent Ökostrom. Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist."

Die Internet-Gemeinde ist - wie so oft - gespalten in Unterstützer und Kritiker von Greta Thunberg. Und es gibt verschiedene Reaktionen auf die Tweets der Deutschen Bahn.

So schreibt der Politiker der Linken Niema Movassat: "Ich wusste gar nicht, dass personenbezogene Daten wie die Sitzplatzreservierung einer Person bei der #Bahn öffentlich gepostet werden und das alles auch noch ohne die betreffende Person zu verlinken. Dass @GretaThunberg kein Deutsch spricht, wisst ihr zudem sicherlich."

Noch drastischer meint Twitter-Userin @PlatonsTocher: "Boah, wie ekelhaft Ihr seid. Schade, dass man mit Euch fahren muss."

Lesen Sie auch: Greta Thunberg im überfüllten ICE

Greta Thunberg schickt am Sonntagnachmittag eine Erklärung nach, in der sie meint, überfüllte Züge seien ja ein gutes Zeichen dafür, dass es viel Nachfrage nach Zugreisen gebe.

Einige Twitter-User sind auch entsetzt, über die Medien, die die Geschichte von Greta im ICE riesig aufrollen.

Die Marketing-Strategie der DB wird diskutiert.

Auch von bekannten Persönlichkeiten, wie dem Schriftsteller Sasa Stanisic.

Weiterhin gibt es auch Tweets von Kunden der Deutschen Bahn, die an ihre eigenen Erfahrungen denken.

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