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Indonesien: Surfen gegen Tsunami-Trauma

Indonesien: Surfen gegen Tsunami-Trauma
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AP Photo/Jody Kurash
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Der Strand von Banda Aceh in Indonesien. Mit dem Surfbrett unter dem Arm läuft Dery Setyawan hinein ins Wasser und in die Wellen.

Für ihn nicht nur eine körperliche, sondern vor allem eine emotionale Herausforderung. Bei dem verheerenden Tsunami vor 15 Jahren verlor Dery viele Familienmitglieder und Freunde.

Seine Heimat wurde fast vollständig zerstört. Heute ist für den zweifachen Familienvater das Wasser der Weg, um das Trauma zu bewältigen:

Wir haben nicht mehr das Gefühl, dass diese Welle alles kaputt gemacht hat, das denkt keiner mehr. Im Gegenteil, die Wellen sind nun unsere Freunde. Wenn man also fragt, 'wie könnt Ihr bloß surfen, diese Welle hat doch alle getötet' - das haben wir nie gedacht. Es liegt jetzt an uns. Für uns sind die Wellen wie Kumpels, mit denen wir den ganzen Tag verbringen.

Am 26. Dezember 2004 löste ein Seebeben vor der Küste Sumatras einen Tsunami aus. Der 30 Meter hohen Welle fielen mehr als 220.000 Menschen zum Opfer.

Das Land Indonesien wurde dabei mit mindestens 170.000 Toten am schlimmsten getroffen.

Unzählige Menschen kamen damals in Banda Aceh ums Leben.

Für Dery und viele andere ist das Surfen eine Möglichkeit, mit der Katastrophe zu leben und endlich Frieden zu finden.

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