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Nicht nur Koalas sterben im Buschfeuer

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Nicht nur Koalas sterben im Buschfeuer
Copyright  MTI/AP/Oakbank Balhannah CFS
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In Australien haben die Buschbrände unabsehbare Folgen für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Allein im Bundeststaat New South Wales sollen hunderte Millionen Tiere verendet sein. Besonders das Schicksal der Koalas bewegt viele Menschen. Ein Augenzeuge berichtete, er habe die Schreie der Koalas gehört, die im Flammenmeer sterben.

Auf der Insel Kangaroo Island ist die Situation besonders kritisch. Die verheerenden Waldbrände drohen einige der dort einzigartigen Tiere ganz auszulöschen.

"Jeden Tag bekommen diese Koalas Schmerzmittel, und zwar alle von ihnen. Viele behandeln wir auch wegen schwerer Verbrennungen", sagt Dana Mitchell vom Kangaroo Island Wildlife Park.

Premierminister verspricht mehr Geld für Wiederaufbau

Der wegen seines Krisenmanagements kritisierte Premierminister Scott Morrison versprach unterdessen mehr finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau:

"Die versprochenen zwei Milliarden australische Dollar (1,2 Milliarden Euro, Anm.) sind zusätzliche Kosten, zu denen, die wir bereits tragen. Und wenn weitere Mittel erforderlich sind, werden weitere Mittel bereitgestellt.

Worauf wir uns hier konzentrieren, sind die Opfer und der Wiederaufbau von Existenzgrundlangen. Wir konzentrieren uns nicht auf die finanzielle Belastung sondern auf die Menschen."

Kein Ende der Feuer in Sicht

Laut dem Premier werden die Feuer noch über Monnate brennen. Zuletzt brachte Regen etwas Erleichterung für betroffene Regionen an der Südostküste. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria lodern aber immer noch mehr als 170 Feuer.

Seit Beginn der Brände im Oktober sind landesweit 24 Menschen ums Leben gekommen. Etwa sieben Millionen Hektar brannten nieder - das ist ungefähr ein Fünftel der Fläche Deutschlands.