Eilmeldung
This content is not available in your region

NATO zieht Teil ihrer Truppen aus dem Irak ab

Archiv-Foto Militärausbildung in Erbil
Archiv-Foto Militärausbildung in Erbil   -  
Copyright
AP
Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Entscheidung der Deutschen Bundesregierung, einen Teil der deutschen Soldaten aus dem Irak abzuziehen, hat jetzt auch die NATO beschlossen, einen Teil ihrer Truppen zeitweise aus dem Irak zu verlegen.

Zuvor hatten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) die Verantwortlichen im Bundestag darüber informiert, dass ein Teil der deutschen Soldaten den Irak verlassen sollte - zumindest zeitweise. Demnach sollten insbesondere die Standorte Bagdad und Tadschi im Zentralirak "vorübergehend ausgedünnt" werden. Die Soldaten wurden nach Jordanien und Kuwait verlegt.

Maas sagte in einem Interview in der ARD:

"Es ist ja so, dass diejenigen, die an einer Ausbildungsmission beteiligt sind, diese im Moment nicht mehr durchführen. Der gesamte Anti-IS-Kampf der Koalition ruht zurzeit. Und deshalb hat für uns die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten, die dort vor Ort sind, höchste Priorität. Das überprüfen wir tagesaktuell. Und wir haben bis jetzt alle Vorkehrungen getroffen, dass die Sicherheit für diejenigen Soldatinnen und Soldaten, die vor Ort sind, auch gewährleistet ist."

Von der Verlegung sind 35 Soldaten betroffen - der Großteil ist in Tadschi für die Ausbildung irakischer Kräfte zuständig. Die deutsche Bundeswehr unterstützt den Kampf gegen den IS.

Einsatz könnte weitergehen

Unterdessen betonten Kramp-Karrenbauer und Maas, dass die Gespräche mit der Regierung in Bagdad über eine mögliche Weiterführung des Einsatzes im Irak fortgesetzt werden. Die grundsätzliche Bereitschaft seitens der Bundeswehr "in einem international koordinierten Rahmen" ist da, sofern der Irak es wünsche und die Lage es erlaube.

Nach dem tödlichen US-Luftangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani in Bagdad hatte das irakische Parlament den Abzug der im Land stationierten US-Soldaten gefordert. Außerdem drängten die Abgeordneten darauf, dass die Regierung Vorbereitungen für einen Abzug aller ausländischen Einheiten treffe, die an dem US-geführten Militärbündnis gegen den IS beteiligt sind.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.