Merkel: Geld für Windrad-Anrainer

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Von Sigrid Ulrich mit dpa
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt SPD-Vorschläge, Bürgerinnen und Bürgern in Orten mit neuen Windrädern Geld zu zahlen. Ende November hatten fünf norddeutsche Bundesländer sie in einem Brandbrief vor einer "existenziellen Krise" der Windkraftbranche gewarnt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt SPD-Vorschläge, Bürgerinnen und Bürger in Orten mit neuen Windrädern Geld zu zahlen. "Es geht darum, dass wir die Menschen, die am Infrastrukturausbau beteiligt sind, dafür in gewisser Weise entschädigen oder belohnen, dass sie die Gesamtlast für die Bevölkerung ganz Deutschlands auf sich nehmen", sagte Merkel beim Neujahrsempfang der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns in Stralsund.

"WACHSENDE KLUFT"

Es gebe eine wachsende Kluft zwischen den Menschen in der Stadt mit größeren Bedürfnissen nach Ökostrom und den Menschen auf dem Land, die mit der dafür nötigen Infrastruktur leben müssten.

In vielen Orten gibt es Widerstand gegen den Bau weiterer Windanlagen und von Stromtrassen von Norden nach Süden. Im Moment sind in Deutschland Klagen gegen 300 Windräder anhängig. Eine neue Abstandsregelung zu Siedlungen sollte helfen, die Akzeptanz zu steigern. Die Zahl der in Frage kommenden Standorte würde damit aber dramatisch reduziert, mahnen Fachleute. "Wir befürchten, dass damit der Anteil der Windkraft an Land sogar schrumpfen könnte", heißt es beim Umweltverband BUND.

Anfang Januar hatte der SPD-Umweltpolitiker Matthias Miersch ein sogenanntes Windbürgergeld vorschlagen, das die Akzeptanz von Windrädern in der eigenen Nachbarschaft finanziell belohnen würde.

„In der Energieversorgung der Zukunft sollen in Deutschland die erneuerbaren Energien den Hauptanteil übernehmen,“ erklärt die Bundesregierung auf ihrer Webseite zur Energiewende. Und

"Die Zukunft unserer Energieversorgung liegt in den unerschöpflichen und klimafreundlichen Energieträgern Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.“

© Euronews

Das Ziel : Ein Anteil von 65% für erneuerbare Energien am Stromverbrauch in zehn Jahren.

"EXISTENZIELLE KRISE"

Ende November hatten die Ministerpräsidenten von fünf norddeutschen Bundesländern (Stephan Weil (Niedersachsen, SPD), **Andreas Bovenschulte (**Bremen, SPD), Daniel Günther (Schleswig-Holstein, CDU), Peter Tschentscher (Hamburg, SPD) und Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern, SPD) ) in einem gemeinsamen Brandbrief an Kanzlerin Merkel vor einer "existenziellen Krise" der Windkraftbranche gewarnt. In den vergangenen drei Jahren seien bereits mehr als 40.000 Arbeitsplätze abgebaut worden, erklärten die Ministerpräsidenten - "doppelt so viele, wie es insgesamt Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie gibt". Der Ausbau der Windenergie an Land sei in diesem Jahr (2019) praktisch zum Erliegen gekommen, der bundesweite Zubau um 82 Prozent eingebrochen.

Sigrid Ulrich mit dpa

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