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Auf Druck von Maffay: Ägyptens Präsident wird Dresdner Orden aberkannt

Egypt's President Abdel Fattah al-Sisi   in London,January 20, 2020.
Egypt's President Abdel Fattah al-Sisi in London,January 20, 2020.   -  
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Henry Nicholls/Pool Photo via AP - HENRY NICHOLLS
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Der Dresdner Semperopernball-Verein will die umstrittene Verleihung eines Ordens an Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi rückgängig machen. Die Auszeichnung werde ihm wieder aberkannt, das habe Ballchef Hans-Joachim Frey nach einem Treffen mit Rocksänger Peter Maffay am Dienstag entschieden, sagte Pressesprecher Holger Zastrow gegenüber dpa.

Darüber hatte zuerst «saechsische.de» berichtet. Peter Maffay, der für den Mitternachts-Act beim Ball gebucht ist, hat darauf gepocht, dass der St. Georgs Orden Al-Sisi wieder weggenommen wird. Angaben dazu, wie das erfolgen soll, gab es zunächst nicht.

Die Ehrung von Al-Sisi, der nach einem Militärputsch an die Macht kam und hart gegen Kritiker und Oppositionelle vorgeht, als «Hoffnungsträger und Mutmacher eines ganzen Kontinents», «Brückenbauer und Friedenstifter» vor gut einer Woche in Kairo hatte Empörung und Protest ausgelöst.

Die als Co-Moderatorin engagierte «Tagesschau»-Sprecherin Judith Rakers sagte ab, wie auch die für sie benannte Mareile Höppner, die als Ersatzmoderatorin im Internet angefeindet wurde.

Auch Schlagersänger Roland Kaiser distanzierte sich, entschied sich nach der Entschuldigung von Frey aber doch, durch den Abend zu führen.

Nach Absagen von Preisträger und SAP-Gründer Dietmar Hopp und Fußballmanager Uli Hoeneß als Laudatoren hatte der Ballverein erklärt, dass es diesmal keine weiteren Ehrungen geben und komplett auf die Ordensverleihung verzichtet werde.

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