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China trauert um Dr. Li Wenliang (34†)

China trauert um Dr. Li Wenliang (34†)
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STR / AFP
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Um seinen Tod hatte es einige Verwirrung gegeben. Zunächst hatte das Krankenhaus von Wuhan, in dem Dr. Li Wenliang wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus behandelt wurde, dementiert, dass der Arzt gestorben sei. Doch an diesem Freitag gibt es in den sozialen Medien in China eine Welle der Trauer und des Beileids für die Familie des 34-Jährigen. Seine Frau erwartet im Sommer das zweite Kind.

Für viele in China ist Dr. Li Wenliang ein Held, weil er als einer der ersten vor dem neuartigen Coronavirus gewarnt hatte. Daraufhin hatte die Polizei versucht, ihn zum Schweigen zu bringen. Seit dem 23. Januar ist die 11-Millionen-Stadt Wuhan von der Außenwelt abgeschnitten. Für viele steht der Tod von Li Wenliang für das Chaos, das in den Krankenhäusern dort herrscht - trotz des schnellen Baus von zwei riesigen Kliniken.

Auf Twitter wird das Foto der Kollegen von Dr. Li Wenliang geteilt, auf dem seine Kollegen ihm den letzten Respekt zollen.

Ein Reporter berichtet, die anderen Ärzte in Wuhan sagten, die beste Art und Weise, Li Wenliang zu ehren, sei, sich um die Patienten zu kümmern.

Die Journalistin der New York Times - die Dr. Li Wenliang auf seinem Krankenbett interviewt hatte - hofft, dass sein Mut die Welt bewegt. Elsie Chen zitiert auf Twitter ein chinesisches Sprichwort, das lautet: "Wir können nicht die, die das Feuerholz tragen, im Schneesturm erfrieren lassen."

Die New York Times hatte bis zuletzt vom Kampf des Augenarztes um sein Leben berichtet. Nachdem er als einer der ersten versucht hatte, die chinesischen Behörden vor dem Coronavirus zu warnen, wurde Dr. Li Wenliang - zusammen mit einigen seiner Kollegen - von der Polizei vorgeladen und verwarnt. Es hieß, sie sollten keine Gerüchte verbreiten und keine Unruhen schüren.

Nach den offiziellen Zahlen von Freitagmorgen sind 636 Menschen in China am Coronavirus gestorben. Mindestens 31.162 haben sich angesteckt. Außerhalb von China gibt es 240 bestätigte Fälle von 2019-nCoV in etwa 30 verschiedenen Ländern.

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