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Athen: 10.000 Menschen streiken für höhere Renten

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Athen: 10.000 Menschen streiken für höhere Renten
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In der griechischen Hauptstadt Athen haben Staatsbedienstete, Busfahrer und Lokführer die Arbeit niedergelegt. Auch Journalisten nahmen für wenige Stunden an dem Streik teil.

In der Hauptstadt entstand ein Verkehrschaos. Durch den Bahnstreik versuchten die Menschen, mit Autos oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen. Medienberichten zufolge war am Morgen in der Ägäis und im Ionischen Meer keine Fähre ausgelaufen. In Athen nahmen rund 10.000 Demonstranten an Kundgebungen teil. Auch in Thessaloniki und anderen Städten fanden große Proteste statt.

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Renten. Diese waren während der schweren Finanzkrise in den vergangenen zehn Jahren fast halbiert worden. Dieser Lehrer verteidigt die Forderungen der Streikenden:

"Nach 35 Jahren in Rente zu gehen, ist logisch und machbar. Ich bin Lehrer und 58 Jahre alt. Ich arbeite, seit ich 22 bin. Mit 62 bekomme ich meine Rente. Wir haben also Schulen, wo alte Lehrer arbeiten, die körperlich ihren Aufgaben nicht gewachsen sind."

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Ein anderer Teilnehmer sagt: "Ich bin der Meinung, dass wir für unsere Rente kämpfen müssen. Viele Leute denken vielleicht, dass sie am Ende keine Rente bekom. Aber dann glaubt das Arbeitsministerium, dass es ihnen nicht die Rente geben muss, die sie eigentlich verdienen."

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Der Regierung um die bürgerliche Partei Nea Dimokratia (ND) von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis wird vorgeworfen, die Renten niedrig zu halten und die Privatisierung von Krankenkassen zu fördern. Ein entsprechendes Gesetz wurde dem Parlament bereits zu Billigung vorgelegt.

Die Regierung warf der im Juli vergangenen Jahres abgewählten Linkspartei Syriza unter Ex-Premier Alexis Tsipras und der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) vor, die Streiks gefördert zu haben.

Kritik an Vorgängerregierung

Gleichzeitig kritisierte man die Schuldenpolitik früherer Regierungen: Man dürfe nie vergessen, was zur Krise in Griechenland geführt habe, hieß es in einer Kabinettssitzung.

Nach dem Ende der Rettungspakete für Athen bekommt Griechenland das erste Sozialversicherungsgesetz, das keine Kürzungen der Renten vorsieht. Die Regierung betont, es sei das erste Gesetz, das richtungsweisend für die nächsten Jahrzehnte sei.

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