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Coronavirus: Erste Fälle in Österreich

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Coronavirus: Erste Fälle in Österreich
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In Österreich gibt es erstmals Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Laut dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gibt es zwei Verdächtsfälle in Tirol, das berichten mehrere österreichische Medien. Diese würden nun weiter getestet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Die Betroffenen erkrankt seien, sei sehr hoch. Eine betroffene Person stamme offenbar aus der Lombardei. Die beiden 24-Jährigen seien nicht lebensbedrohlich erkrankt, sondern litten bisher nur an Fieber. Die Patienten hatten sich selbst an die Leitstelle Tirol gewandt und ihre Symptome geschildert.

Seit dem Bekanntwerden der Infektionen in Italien am Wochenende sind die österreichischen Behörden in erhöhter Alarmbereitschaft. Italien hat momentan mit Abstand die meisten bekannten Coronavirus Fälle in Europa. Die Zahl der Infektionen stieg trotz drastischer Maßnahmen wie Sperrzonen auf mehr als 220. Das Risiko, das solche Ausbrüche auch anderswo in Europa möglich sind, schätzen Experten des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten als "moderat bis hoch" ein.

WHO warnt vor Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation forderte dazu auf, sich auf eine mögliche Pandemie vorzubereiten, also davon auszugehen, das sich die Infektion weltweit und schnell von Mensch zu Mensch ausbreiten wird.

Dr. Michael Ryan, Exekutivdirektor WHO Health Emergencies Programme

"Es ist jetzt an der Zeit, alles zu tun, was zur Vorbereitung auf eine Pandemie nötig ist. Die Hoffnung, die wir durch das Vorgehen in China haben, ist, dass es wie in China und einer Reihe anderer Länder mit kleineren Ausbrüchen gelingen wird, das Virus zu unterdrücken und einzudämmen."

In Rom treffen sich am Dienstagnachmittag dazu mehrere europäische Gesundheitsminister, um eine gemeinsame Eindämmungsstrategie zu finden.

Irans Vize-Gesundheitsminister infiziert

Aus dem Iran wurde gemeldet, dass der Vize-Gesundheitsminister positiv auf Covid-19 getestet worden sei. "Ich bin seit gestern Abend auch ein Coronaer", sagte Iradsch Harirschi in einer Videobotschaft im Staatsfernsehen. Der Vizeminister hatte in den letzten Tagen versucht, die Virus-Krise in Iran herunterzuspielen.

Der Minister hatte sich aber bei einem offiziellen Termin unwohl gefühlt.

Dort wird versucht, den Ausbruch einzudämmen.Inzwischen gibt es 15 Tote durch das Virus in Iran. Schwerpunkt der Infektionen ist die heilige Stadt Ghom. Dort beschuldigte ein Parlamentsabgeordneter die Regierung, das Ausmaß des Ausbruchs zu vertuschen und behauptete, allein in Ghom habe es 50 Tote gegeben. Der stellvertretende Gesundheitsminister des Landes wies die Behauptung zurück.

Inzwischen hat sich das Virus auf 37 Länder ausgebreitet, der Irak, Afghanistan, Kuwait, Oman und Bahrain haben erste Fälle gemeldet, Ursprung sind angeblich Reisende aus dem Iran. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben inzwischen alle Flüge von und nach Iran eingestellt.

In Südkorea ist die Zahl der Infizierten erneut stark gestiegen, knapp 900 Infektionen sind nachgewiesen. Das Land hat damit höchste Zahl bestätigter Fälle außerhalb Chinas. Die Angst vor Ansteckung hat in Südkorea einen Ansturm auf Gesichtsmasken ausgelöst.