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Bergamo: Tote können nicht mehr beerdigt werden

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Bergamo: Tote können nicht mehr beerdigt werden
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Portugal im Ausnahmezustand: Die Menschen müssen 15 Tage lang zuhause bleiben, dürfen nur noch nach draußen, um zur Arbeit zu gehen, einzukaufen oder Familienmitgliedern zu helfen. Das beschloss das Parlament in Lissabon.

Um ältere Menschen zu schützen, sollen Personen über 70 Jahre nur noch für kurze Spaziergänge das Haus verlassen oder wenn sie zum Arzt müssen.

Ministerpräsident António Costa versicherte, die Demokratie werde "nicht außer Kraft gesetzt". Man werde nun aber die Krise viel leichter bekämpfen können:

Cafés und Restaurants, alle diese Lebensmittelgeschäfte müssen jetzt schließen. Sie sollen jedoch weiterhin einen Mitnahmeservice anbieten oder nach Hause liefern.
António Costa
Ministerpräsident Portugal

Bergamo: Friedhöfe überlastet

In Norditalien, nach China am schlimmsten vom Coronavirus betroffen, sieht es weiterhin leer aus. Bergamo, in der Region Lombardei, gilt als das Epizentrum des Virus im Land. Menschen können ihre Angehörigen hier nicht mehr beerdigen.

Der Hauptfriedhof stößt mittlerweile an die Grenze seiner Kapazitäten - in dieser Woche wurden rund 70 Leichen mit Militärlastwagen zur Einäscherung in die Nachbarprovinzen transportiert.

Neues Corona-Krankenhaus in Rom

In der italienischen Hauptstadt Rom versucht man, die medizinische Versorgung weiterhin zu gewährleisten. Lokale Medien berichten, dass dort ein Krankenhaus eigens für die Behandlung von COVID-19-Patienten eröffnet wurde.

Auch Spanien ist stark betroffene. Hier werden Hotels teilweise zu Kliniken umfunktioniert. In Madrid wurde ein Vier-Sterne-Hotel werden nun mit dem Coronavirus infizierte Menschen untergebracht, um die wichtigsten Krankenhäuser zu entlasten.

Im Flughafen von Barcelona ist das Militär im Einsatz - die Einsatzkräfte desinfizieren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Der Airport ist noch immer in Betrieb, gestartet und gelandet wird hier immer seltener.

Applaus und Jubel für Helfer

Aus Dank für die Arbeit des medizinischen Personals in den Krankenhäusern stehen in Frankreich die Menschen an ihren Fenstern und klatschen. Zu der Aktion war zuvor in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #OnApplaudit aufgerufen worden.

Im ganzen Land gilt seit Dienstag eine 15-tägige Ausgangssperre. In Paris halten sich die meisten Menschen an die Einschränkungen und blieben zu Hause.

Kommt Ausgangssperre für London?

In Großbritannien gibt sich Premierminister Boris Johnson zuversichtlich, das Virus in etwa 12 Wochen überwunden haben zu können.

Die Regierung erhöhte unterdessen die Schutzmaßnahmen - soziale Kontakte sollen unterbunden werden, Arbeit findet im Home Office statt.

Heute schließen alle Schulen im Land. In der Millionen-Metropole London wird mit einer baldigen Ausgangssperre gerechnet.