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Angst vor der 2. Welle, doch Europa berät über Exit-Strategie

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Angst vor der 2. Welle, doch Europa berät über Exit-Strategie
Copyright  Alfredo Falcone/LaPresse
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In Deutschland berät das sogenannte Corona-Krisenkabinett vor allem über die Beschaffung von Schutzkleidung für das Personal der Krankenhäuser. Selbst in eigentlich gut ausgestatteten Kliniken berichten Mitarbeiter, dass der Vorrat an absolut notwendigen Masken und Kitteln bestenfalls für eine Woche ausreicht.

Inzwischen schlagen auch die Beschäftigten der Pharmaindustrie Alarm. In einer Pressemitteilung erkl¨ären Gewerkschaftsvertreter die Situation in den Steril-Bereichen sei "hochkritisch". Wenn in der Pharmabranche wegen fehlender Schutzkleidung weniger produziert werde, drohe sogar Medikamentenknappheit.

Spahn sieht positive Entwicklung

Denoch sieht der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn eine positive Entwicklung der Coronavirus-Krise und meint, dass "wir über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können."

Mehr als 30.000 Covid-Patienten in französischen Krankenhäusern

Auch wenn in Frankreich schon länger viele schwer an Covid-19 Erkrankte behandelt werden. ist der Höhepunkt der Pandemie nach Angaben der Gesundheitsbehörden noch nicht erreicht. 7 632 Menschen sind in Krankenhäusern und 3 237 in Alten- und Pflegeheimen gestorben. 7 148 befinden sich derzeit auf Intensivstationen, mehr als 30.000 in Krankenhäusern.

In Italien und Spanien entspannt sich derweil die Situation auf einigen Intensivstationen in besonders von Covid-19 betroffenen Regionen dermaßen, dass über eine Exit-Strategie aus dem wirtschaftlichen Stillstand und den Ausgangsperren nachgedacht werden kann. Allerdings gibt es auch die Angst vor der zweiten Welle der Krankheit.

Furcht vor zweiter Welle auch in der Schweiz

In der Schweiz will die Regierung die Rückkehr zur Normalität am 26. April einläuten. Doch in einem Kommentar des "Tages-Anzeiger" wird die Befürchtung geäußert, dass der Bundesrat die Verbote erst aufheben und dann wieder einführen könnte, wenn die Fallzahlen erneut steigen.

Mehr Geheilte in Italien

In Italien hat sich die Zahl der von Covid-19-Geheilten innerhalb von 24 Stunden in den vergangenen Tagen immer weiter erhöht. Allerdings wird nicht mit einem raschen Ende des Lockdown gerechnet. In einigen Regionen gibt es schon seit Ende Februar Ausgangssperren.

In Frankreich sind mehr als 11.000 Menschen wegen Covid-19 gestorben. Eine Verlängerung der Ausgangssperre ist geplant. Die spanische Regierung spricht von einer langsamen Rückkehr zur Normalität ab dem 26. April.

In Österreich dürfen kleine Geschäfte und Friseure schon am Dienstag nach Ostern wieder öffnen. Doch die Regierung hat eine eventuelle Rückkehr zu strengeren Maßnahmen nicht ausgeschlossen.

Tschechen können bald auch wieder in Baumärkten einkaufen.

Die Regierung in London berät zwar, wie Lockerungen aussehen könnten, doch wegen der derzeit mehr als 7.000 Coronavirus-Toten dürfte die Ausgangssperre über die Osterwoche hinaus verlängert werden.