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Auf eigene Faust: Menschen halten Mund und Nase bedeckt

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Pedestrians wear face masks in Sceaux, south of Paris,  on April 8, 2020 (Photo by THOMAS COEX / AFP)
Pedestrians wear face masks in Sceaux, south of Paris, on April 8, 2020 (Photo by THOMAS COEX / AFP)   -   Copyright  THOMAS COEX/AFP or licensors
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Halstücher, recycelte T-Shirts oder selbst gebastelte Plastikmasken...

Die Menschen in Sceaux, einer Stadt im Süden von Paris, werden erfinderisch, um die Vorgaben des Bürgermeisters einzuhalten: Jeder, der älter als 10 Jahre ist, muss dort eine Atemschutzmaske tragen. Ansonsten droht eine Strafe von 38 Euro.

Der Bürgermeister von Sceaux, Philippe Laurent, sagt, "die Regel, draußen Mund und Nase zu bedecken, hätte auf ganz Frankreich ausgeweitet werden sollen. Dann hätten wir von einer Gemeinde zur nächsten keine unterschiedlichen Bestimmungen. Aber wenn der Staat nicht reagiert, sehe ich es als meine Pflicht als Bürgermeister und Politiker an, zu handeln."

Gegenwind kommt von der Liga für Menschenrechte. Die Frage, ob eine Maskenpflicht gegen Grundfreiheiten verstößt und ob eine einzelne Gemeinde im Alleingang vorpreschen darf, beschäftigt an diesem Donnerstag die Richter.

Viele Menschen in Sceaux begrüßen den Schritt. Eine Einwohnerin sagt, "das ist ganz normal. Leider haben wir aber nicht die Mittel, um die Vorgabe korrekt zu erfüllen."

Reporter: "Sie haben ihr Gesicht mit einem Halstuch bedeckt." "Ja, aber ein Halstuch bringt rein gar nichts. Das trage ich nur, um keine Strafe zu zahlen," sagt die Frau.

Sceaux ist nicht allein: Auch Nizza und Cannes wollen die gleiche Maßnahme einführen. Französische Behörden appellieren bereits an den Gemeinsinn der Menschen, von selbst Mund und Nase zu bedecken.