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Sorge in Kiew: Dunstglocke nach Bränden in Tschernobyl

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Screengrab AFP
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Die Dunstglocke über Kiew wirkt nicht bedrohlicher als ähnliche Luftverschmutzungen in anderen Metropolen. Dennoch könnte sie es in sich haben.

Denn der Smog ist möglicherweise auch auf die extreme Rauchentwicklung in Tschernobyl zurückzuführen, wo bis vor wenigen Tagen Waldbrände wüteten.

Die radioaktiv belastete Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk liegt rund 70 Kilometer entfernt von der Hauptstadt.

Die rund drei Millionen Einwohner sind aufgefordert, zu Hause zu bleiben, viel zu trinken, und die Fenster zu schließen.

Der Chef des Nationalen Notfalldienstes, Mykola Chechiotkin, gab grundsätzlich Entwarnung: "Ich betone, dass dieses Phänomen in keiner Beziehung zu den Luftbewegungen in Tschernobyl steht. es gibt keine chemische oder radioaktive Bedrohungslagge. Der aktuelle Strahlungspegel in der Stadt Kiew, der Region Kiew und des Sperrgebiets von Tschernobyl übersteigt nicht die natürlichen Hintergrundwerte."

Klitschko: "Keine Radioaktivität"

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, sagte, es gebe nur Rauch, keine Radioaktivität. Auch die deutsche Botschaft in Kiew sah keinen Grund zur Beunruhigung. Die Messwerte lägen unterhalb der Strahlenbelastung von Berlin-Wannsee, hieß es.

Auch das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz sprach von unbedenklichen Messwerten.

Anders äußerte sich die Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges. Sie geht davon aus, dass substanzielle Mengen an Radioisotopen mobilisiert worden seien. Im Körper abgesetzt, könnten die Partikel Krebs verursachen.