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Betreuerinnen aus Rumänien kommen im Sonderzug - 1 toter Erntehelfer

Virus Outbreak Germany Harvest
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Nach den Erntehelfern aus Rumänien, die nach Deutschland eingeflogen werden, dürfen jetzt rumänische Betreuerinnen mit Sonderzügen nach Österreich ein- und ausreisen.

Etwa die Hälfte der 33.000 Betreuerinnen von Pflegebedürftigen in Österreich kommen aus Rumänien. Viele sitzen auch seit Wochen fest und können nicht wie geplant nach Hause, weil die Grenze zu Ungarn geschlossen ist.

Die Regierung in Wien erklärte in einer Mitteilung, dass zunächst ein sogenannter "Korridorzug" pro Woche von Timisoara (deutsch: Temeswar) nach Österreich fahren soll, diese könnten auf drei pro Woche aufgestock werden. Die Fahrgäste sollen zu viert statt zu sechst in Liegewagen untergebracht sein, wo der nötige Sicherheitsabstand gut einzuhalten sei.

Der Standard berichtet, dass die 12-Stunden-Fahrt 50 Euro kosten soll.

Bereits in den letzten Wochen hatte die österreichische Europaministerin Karoline Edtstadler Lösungen für Pendlerinnen und Pendler aus den Nachbarstaaten Tschechien, Slowenien, Ungarn und der Slowakei angekündgit. Betroffen sind davon vor allem Pflegekräfte, sowie MitarbeiterInnen aus dem Bereich der kritischen Infrastruktur. Der größte Anteil an ausländischen Pflegekräften kommt aber aus Rumänien, von wo aus eine Einreise nach Österreich aufgrund strenger Grenzregelungen in Ungarn bisher nur per Flugzeug möglich war.

Mit Covid-19 infizierter Erntehelfer tot aufgefunden

Von den Erntehelfern aus Rumänien, die in Deutschland bei der Spargelernte im Einsatz sind, ist in der vergangenen Woche in Süddeutschland ein 57-Jähriger, der sich mit Covid-19 infiziert hatte, tot in seiner Unterkunft aufgefunden worden.

Offenbar war nicht ganz klar, ob der Mann an einem Herzinfarkt oder an der Coronavirus-Erkrankung verstorben ist. Die Frau des Verstorbenen ist offenbar nicht an Covid-19 erkrankt, aber eine weitere Person im Umfeld des Mannes in Bad Krozingen in Baden-Württemberg wurde positiv getestet.

Die deutsche Landwirtschaftsministerin war Anfang April am Flughafen Schönefeld, als die ersten Erntehelfer in einem umstrittenen Sonderflug in Berlin ankamen. Sie verteidigte auch die Lösung, dass die Saisonarbeiter während der 14-tätigen Quarantäne in kleinen Gruppen unter sich bleiben und arbeiten.