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14 Millionen: mehr Arbeitslose in der EU

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14 Millionen: mehr Arbeitslose in der EU
Copyright  Frank Augstein/AP
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Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im März trotz der Corona-Krise auf den ersten Blick nur leicht angestiegen. Das lag aber vor allem daran, dass den Angaben zufolge ein erheblicher Teil der Personen wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens oder der Nichtverfügbarkeit etwa von Kinderbetreuung nicht mehr aktiv nach einem Arbeitsplatz gesucht habe. Dies führt laut Experten zu Abweichungen in der Arbeitslosenstatistik.

Wie auch in Deutschland ist die Coronakrise überall in der Europäischen Union auf dem Arbeitsmarkt angekommen. In der Bundesrepublik stieg die Arbeitslosenquote im April von 5 auf 5,8 Prozent. Von März bis April verloren 373.000 Menschen ihre Arbeit, 2,6 Millionen sind nun ohne Job. Für mehr als 10 Millionen Arbeitnehmer wurde Kurzarbeit angemeldet. Das gilt als Rekord.

In Spanien stieg die Zahl der Arbeitslosen um 120.000 und steht nun bei 3,3 Millionen.

Kurzarbeit scheint Wirkung zu zeigen

Die Kurzarbeit scheint in der EU dafür gesorgt zu haben, dass die Zahlen nicht noch weiter nach oben schossen. Dabei zahlen die Regierungen die reduzierten Gehälter der Arbeitnehmer, um die Unternehmen am Leben zu erhalten.

"Die Regierungen haben viel getan, um die Arbeitslosigkeit einzudämmen. Aber eines ist klar: Je länger es dauert, desto mehr Menschen verlieren ihre Arbeit. Das wird einen sich selbst verstärkenden Effekt mit sich bringen. Der Mangel an Nachfrage nach Arbeitskräften wird die Arbeitslosigkeit noch verstärken. Da liegt die wirkliche Gefahr", so Guntram Wolff, Direktor des Think Tanks Bruegel in Brüssel.

14 Millionen Menschen in der EU arbeitslos

Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte, erhöhte sich die Arbeitslosenquote von Februar auf März in den 19 Euroländern um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. In den 27 Ländern der Europäischen Union stieg die Quote ebenfalls um 0,1 Punkte auf 6,6 Prozent.