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Gemeinsam gegen die Pandemie: Europa hilft Afrika

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Gemeinsam gegen die Pandemie: Europa hilft Afrika
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Ungewohnte Betriebsamkeit auf dem Flughafen im französischen Lyon: Der Linienverkehr ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen, doch hier werden Hilfsgüter verladen.

Das Ziel ist Bangui, die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Es ist die erste Ladung von Hilfsgütern, die von Europa aus abhebt, um ein afrikanisches Land bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. In der Zentralafrikanischen Republik ist die Lage schwierig, so die Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation, auch wenn es dort offiziell noch keine Covid-19-Toten gibt.

Weitere Hilfsflüge vorgesehen

Florence Daunis von der Hilfsorganisation Handicap International erläutert: "Es gibt dort ein schwaches Gesundheitssystem. Zu wissen, wie man sich schützen kann, ist also ein entscheidender Punkt. Dafür brauchen wir alle ehrenamtlichen Helfer, die zu den Menschen gehen, um ihnen zu erklären, wie sie sich selbst schützen können."

Die Lieferung von Hilfsgütern in andere afrikanische Länder, darunter Burkina Faso und Südsudan, ist bereits ins Auge gefasst worden. Zehn europäische Länder beteiligen sich. Koordiniert werden die Frachtflüge von Hilfsorganisationen. Der EU-Krisenkommissar, der Slowene Janez Lenarcic, sagte gegenüber euronews: "In der Anfangszeit der Pandemie gab es in Europa Schwierigkeiten, die aber mehr mit einem Mangel an Schutzausrüstung als einem Mangel an Solidarität zusammenhingen. Als sich die Versorgung mit Schutzausrüstung besserte, nahm die Solidarität wieder Fahrt auf. Jetzt helfen sich die EU-Mitgliedsländer gegenseitig: Bei der Ausrüstung, medizinischem Personal und indem sie Patienten in ihren Krankenhäusern aufnehmen", so Lenarcic.

"Mehr Solidarität, aber auch mehr Hindernisse"

euronews-Reporter Guillaume Petit kommentiert: "Mehr Solidarität, aber auch mehr Hindernisse: Hilfsorganisationen sprechen von einer weltweit erhöhten Konkurrenzsituation. Alle wollen die gleichen Waren, die Flüge werden immer seltener, die Grenzen bleiben geschlossen. Also, jede Menge Herausforderungen für die europäische Solidarität."