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Mehr "Komfort": Kiewer Gefängnis vermietet Zellen

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Mehr "Komfort": Kiewer Gefängnis vermietet Zellen
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Kiews berüchtigtes Lukjaniwska-Gefängnis ist bekannt für seine desolaten Haftbedingungen. Die Zellen sind nass, kalt und vor allem völlig überbelegt.

Häftlinge mit Ressourcen haben neuerdings eine Alternative: Zellen mit weniger Insassen und etwas mehr Komfort für rund 70 Euro die Nacht, oder gut 400 Euro pro Monat.

Der stellvertretenden Justizministerin Olena Vysotskaya zufolge ist das neue System eine Antikorruptionsmaßnahme. Man wisse, dass Zellen mit besserem Standard unter der Hand gegen Bestechungsgelder verteilt würden, das Mietsystem sorge für Transparenz.

Kritiker sagen, dies sei finanzielle Diskriminierung der Gefangenen. Das Lukjaniwska-Gefängnis, das älteste noch funktionierende in der Ukraine, gerät immer wieder, nicht nur wegen seiner haarsträubenden Zustände, in die Schlagzeilen. Einst saß dort Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko in Untersuchungshaft.

Besondere Sorge bereitet zur Zeit die Ausbreitung von Covid-19 in den überfüllten Zellen.