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WHO: Südamerika neues Epizentrum der Pandemie

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WHO: Südamerika neues Epizentrum der Pandemie
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In Brasilien wurden Stand Freitag Abend über 330.000 COVID-19-Fälle gemeldet, womit es Russland überholt und knapp hinter den Vereinigten liegt, das mit 1,6 Millionen Infektionen und 96000 Toten die weltweit höchsten Zahlen meldet. Allein am Freitag gab es über 20.000 Infizierte, über 21000 Todesfälle zählt das Land jetzt. Sao Paulo ist einer der Coronovirus - Hotspots in Brasilien:

Wir werden noch viel mehr Todesfälle sehen. Diese Woche wurde bei Sao Paulo ein Feldlazarett eröffnet, es nimmt schon Patienten auf. In einem Monat soll es seine volle Kapazität erreicht haben.
Marcivan Barreto
CUFA Hilsorganisation

Im allgemeinen trifft es vor allem Ältere, in Brasilien sind es die Jüngeren. Selbstisolation können sie sich nicht leisten - die Armut zwingt sie, weiter zu arbeiten. Die höchsten Infektionsraten finden sich laut WHO jedoch nach wie vor im Bundesstaat Amazonas unter der indigenen Bevölkerung.

Argentinien

Die Weltgesundheitsorganisation hat Südamerika zum neuen "Epizentrum" der COVID-19-Pandemie erklärt. Auch in Argentinien zeigt sich ähnliches Bild: Obwohl die Zahl der Corona-Infektionen in Argentinien verglichen mit Brasilien eher gering ist, trifft es auch hier Armenviertel - zum Beispiel in Buenos Aires - besonders schwer.

Mexiko

Mexiko erlebte letzten Donnerstag die zweithöchste Todesrate an einem Tag - 420 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind es über 6.500 bei knapp 60.000 amtlich bestätigten Infektionen. Experten rechnen allerdings mit einer sehr hohe Dunkelziffer, da in Mexiko sehr wenig getestet wird.

Trotzdem fährt der amerikanische autohersteller seine Fabriken in Mexiko wieder hoch: die Bänder in den USA stehen noch immer still, der Nachschub stockt.