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"Vaterinstinkten gefolgt": Johnson verteidigt umstrittenen Berater

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"Vaterinstinkten gefolgt": Johnson verteidigt umstrittenen Berater
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"Abstand halten" und 'kein Kommentar", so reagierte Boris Johnsons umstrittener Chefberater Dominic Cummings zuletzt auf die Anschuldigungen gegen seine Person.

Weil er während des britischen Lockdowns gegen das Reiseverbot verstieß und trotz Corona-Symptomen mit Frau und Kind mehr als 430 Kilometer zu seinen Eltern fuhr, steht er im Kreuzfeuer der Kritik.

Nicht nur die Opposition, sondern auch konservative Abgeordnete fordern inzwischen seinen Rücktritt. Doch Boris Johnson hält zu seinem Chefstrategen, das machte er bei einer Pressekonferenz am Sonntag deutlich.

Nach einem ausführlichen Gespräch mit Cummings sei er zu dem Schluss gekommen, dass dieser wegen der Betreuung seines Kindes gereist sei, in einer Situation, in der sowohl er als auch seine Frau mit einer Beeinträchtigung durch das Coronavirus rechnen mussten.

Er habe keine andere Alternative gehabt, sondern sei seinen Instinkten als Vater, den Instinkten aller Eltern gefolgt. Er werde Cummings deswegen nicht verurteilen. Allen Behauptungen zum Trotz, was während der Selbstisolation und danach geschah, sei er der Ansicht, dass Cummings "in jeder Hinsicht verantwortlich, legal und mit Integrität" gehandelt habe.

Die Debatte um einen Rücktritt oder Rauswurf Cummings hatte am Wochenende das Nachrichtengeschehen in Großbritannien dominiert. Jüngsten Berichten zufolge reiste der Johnson-Berater sogar mindestens zwei Mal während der Quarantäne zu seinen Eltern in die nordostenglische Grafschaft Durham. Das bestreitet die Regierung jedoch.