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Polizeigewalt: Heftige Ausschreitungen bei Protesten - ein Toter in Detroit

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Polizeigewalt: Heftige Ausschreitungen bei Protesten - ein Toter in Detroit
Copyright  Noah Berger/AP
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In den USA hat es in der vierten Nacht in Folge Proteste gegen Polizeigewalt gegeben, teilweise mit heftigen Ausschreitungen. In Minneapolis widersetzten sich die DemonstrantInnen einer nächtlichen Ausgangssperre.

Neben friedlichen Protesten kam es erneut zu Plünderungen von Geschäften und Schüssen auf Polizisten. Gouverneur Tim Walz kündigte das größte Aufgebot der Nationalgarde in der Geschichte des Bundesstaates an. Er rief die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben.

In Minneapolis war am Montag ein unbewaffneter schwarzer Mann bei einem Polizeieinsatz getötet worden. "Jedes verdammte Mal passiert nichts", so ein Demonstrant. Martin Luther Kings Tod habe nichts gebracht, so ein anderer. "Warum passiert das immer noch?"

Ein Toter in Detroit

In Washington versammelten sich Demonstranten vor dem Weißen Haus und versuchten, Sicherheitsbarrikaden zu durchbrechen.

In Detroit schoss eine unbekannte Person aus einem SUV heraus auf Protestierende. Ein 19-Jähriger starb.

In Atlanta gilt nach Ausschreitungen bei Protesten der Ausnahmezustand.

Auch in New York gab es Ausschreitungen.

In Los Angeles blockierten Demonstranten eine Schnellstraße.

In den vergangenen Jahren hatte es in den USA immer wieder heftige Proteste nach Fällen von Polizeigewalt an Schwarzen gegeben. Nach dem Tod des 46-jährigen George Floyds am Montag in Minneapolis wurde ein Polizist wegen Mordes angeklagt. Der weiße Beamte hatte Floyd minutenlang das Knie in den Hals gedrückt.