Netanjahu fordert weitere Sanktionen gegen den Iran

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen härteren Kurs gegen den Iran gefordert. Er sprach sich für weitere Sanktionen gegen die Islamische Republik aus. Die Internationale Atomenergiebehörde hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Iran über deutlich mehr angereichertes Uran verfüge, als im Atomabkommen festgeschrieben.
"Während des Wochenendes hat die Internationale Atomenergiebehörde festgestellt, dass der Iran ihren Inspektoren keinen Zugang zu geheimen Stätten gewährt hat, in denen der Iran verdeckte nukleare Militäraktionen durchführt. Der Iran verstößt systematisch gegen seine Zusagen, unter anderem indem er Stätten abschirmt und spaltbares Material anreichert", so Netanjahu.
Kein Zugang zu Atomanlagen
Die Internationale Atomenergiebehörde drückte in ihrem jüngst erschienen Bericht ihre Sorge aus, dass ihre Mitarbeiter seit Monaten nicht mehr Zugang zu zwei iranischen Anlagen erhalten hätten.
Im Januar hatte der Iran angekündigt, sich nicht mehr an die im Internationalen Atomabkommen festgelegten Begrenzungen zu halten. 2018 waren die Vereinigten Staaten aus der Vereinbarung ausgestiegen und hatten Wirtschaftssanktionen verschärft.
Als Anfang des Jahres der iranische General Kassem Soleimani bei einem Luftangriff der US-Armee im Irak getötet wurde, drohten sich der Iran und die USA mit kriegerischen Handlungen.