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Machtpoker im östlichen Mittelmeer

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Machtpoker im östlichen Mittelmeer
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Die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum nehmen zu. Immer mehr Länder bringen sich mit ihren unterschiedlichen Interessen in Position.

Nach dem griechisch-italienischen Abkommen über die AWZ, die ausschließliche Wirtschaftszone, ist die Atmosphäre noch angespannter.

Die Hauptquelle für Spannungen ist derzeit in Libyen, wo nach wie vor Bürgerkrieg herrscht.

Konstantinos Filis (Institute of International Relations) meint: ''Griechenland und Frankreich unterstützen den libyschen General Haftar. Sie kooperieren mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, und Ägypten. Und Italien scheint beide Bürgerkriegsparteien zu umwerben. Deutschlands Position ist unklar."

Italien ist scharf auf libysches Öl

Italiens Außenminister Luigi di Maio traf sich in Libyen mit Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch. Er sagte: "Ich gab unseren Bedenken Ausdruck, dass eine Befreiung von Sirte zu erneuter Gewalt und zivilen Opfern führen würde."

Rom will seine Schäfchen ins Trockene bringen, vor allem in Sachen Energie:

Dario Fabbri vom geopolitischen Magazin "Limes" erklärt: ''Seit 2011 verfolgt Italien nur ein Ziel: seinen Energiesektor zu sichern. Da ist Libyen natürlich wichtig. Deshalb unterstützt Italien einerseits As-Sarradsch und andererseits versucht es einen Dialog mit Ägypten, mit Haftar und Russland aufrechtzuerhalten."

Auch Athen buhlt um eine Überkunft mit Ägypten und dann will nicht zuletzt die Türkei ihre Ansprüche auf das östliche Mittelmeer durchsetzen.