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Corona-Lage weltweit: WHO meldet Rekord, Nordkorea ersten Verdachtsfall

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Massengräber für Corona-Opfer in Südafrika.
Massengräber für Corona-Opfer in Südafrika.   -   Copyright  MARCO LONGARI/AFP
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Die Zahl der Corona-Fälle weltweit hat neue Höchststände erreicht. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Am Freitag und Samstag wurden jeweils über 284.000 Neuinfektionen gemeldet – mehr als je zuvor innerhalb 24 Stunden.

Brennpunkte USA, Brasilien, Indien und Südafrika

Über die Hälfte der Ansteckungen geht auf drei Länder zurück. Allen voran die USA mit rund 70.000 neuen Fällen pro Tag, gefolgt von Brasilien und Indien, wo die Zahlen in den vergangenen Tagen zwischen 50.000 und 70.000 Neuansteckungen schwankten.

Auch in Südafrika schnellen die Zahlen in die Höhe. Innerhalb eines Tages wurden mehr als 12.000 Fälle registriert. Damit steigt die Zahl der Infektionen insgesamt auf 434.000. Über 6650 Menschen sind in Südafrika bereits an oder mit Covid-19 gestorben.

In Brasilien ist Präsident Jair Bolsonaro nach seiner Infektion eigenen Angaben zufolge wieder gesund. Doch die Lage im Land bleibt kritisch. So kritisch, dass schon jetzt die traditionelle Silvesterparty an der Copacabana abgesagt wurde. Sie zieht jedes Jahr bis zu drei Millionen Besucher an. Gibt es nicht bald einen Impfstoff, könnte auch der berühmte Karneval in Rio ins Wasser fallen.

Weniger Fans und strenge Regeln bei Australian Open

Stattfinden sollen dagegen die Australian Open im Januar kommenden Jahres. Allerdings mit strengem Hygienekonzept und deutlich weniger Zuschauern. Spieler, die aus anderen Kontinenten einreisen wollen, müssen sich darauf einrichten, sich in Australien zunächst in Quarantäne zu begeben.

Für Fans aus Übersee sieht es schlecht aus. Sie dürfen wahrscheinlich gar nicht nach Melbourne reisen, das sich momentan im Lockdown befindet.

Nordkorea meldet ersten Verdachtsfall

Komplett abgeschottet wurde die Grenzstadt Kaesong in Nordkorea. Dort wurde der erste Corona-Verdachtsfall seit Beginn der Pandemie vor einem halben Jahr gemeldet.

Ein nordkoreanischer Staatsbürger stehe nach seiner Rückkehr aus Südkorea unter dem Verdacht, "mit dem bösartigen Virus infiziert zu sein", hieß es aus Pjöngjang. Es handle sich um einen "Ausreißer", der sich vor drei Jahren nach Südkorea abgesetzt habe und der jetzt über die Grenze zurückgekehrt sei

Nordkorea rief nach eigenen Angaben ein Dringlichkeitstreffen des Politbüros der Arbeiterpartei unter Vorsitz von Machthaber Kim Jong Un ein. Die "gefährliche Situation in Kaesong könnte eine tödliche und zerstörerische Katastrophe auslösen".

Kim habe bereits am Freitag als vorbeugende Maßnahme angeordnet, "Kaesong vollständig zu blockieren und jeden Bezirk und die Region von anderen zu isolieren", hieß es weiter. Die betroffene Person sowie alle Menschen in Kaesong, die mit ihr Kontakt gehabt hätten, seien unter Quarantäne gestellt worden.

In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300 000 Menschen. Nordkorea hatte bisher erklärt, es sei von dem Virus verschont geblieben.