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Die Alpenregion gemeinsam akttraktiver und nachhaltiger gestalten

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Die Alpenregion gemeinsam akttraktiver und nachhaltiger gestalten
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Unberührte Natur und einige der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas liegen im Alpenraum dicht nebeneinander. Die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Alpenregion durch gemeinsame Aktivitäten zu steigern ist ein übergeordnetes Ziel des Alpenraumprogramms. Das Programm bringt Akteure aus verschiedenen thematischen Sektoren und unterschiedlichen politischen Handlungsebenen aus den sieben Alpenstaaten zusammen. Und zwar genau in solchen Themenfeldern, in denen transnationale Kooperationen für nachhaltige Lösungen und eine nachhaltige Regionalentwicklung erforderlich sind. Partner arbeiten in Projekten zusammen, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen, Ideen auszutauschen, zu testen und umzusetzen. Sie teilen ihre Erfahrungen und ihr Wissen, mit dem Ziel die Lebensqualität von 66 Millionen Menschen in einer einzigartigen Region zu verbessern.

Das natürliche und kulturelle Erbe bewahren

In den italienischen Dolomiten, wie überall in den Alpen, gibt es typische, traditionsreiche Berghäuser. Dieses Kulturerbe in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Architekten zu erhalten, gehört zu den Zielen des europäischen Atlas-Projekts. Das Haus von Elmar Gruber und seiner Familie wurde 1819 gebaut. Es war eines der ersten Häuser mit Elektrizität. Der Besitzer restauriert es behutsam und energieeffizient.

"Wir wollten so viel wie möglich vom Charakter des Hauses bewahren", erzählt Hausbesitzer Elmar Gruber. "Wir haben beispielsweise die Fenster nach energetischen Richtlinien erneuert mit dem Kompromiss, den Charakter, den sie vorher hatten, nicht zu verlieren. Das Ergebnis ist sehr gelungen. Wir hatten Zweifel an einigen Dingen, aber dann waren wir erstaunt darüber, was machbar war."

Zu dem Projekt gehört eine Datenbank mit den zu restaurierenden historischen Gebäuden. Dazu gibt es einen für Architekten wertvollen Leitfaden für technische Lösungen und bewährte Verfahren. Atlas-Koordinatorin Franziska Haas Koch:

"Wir sammeln Beispiele, um zu zeigen, dass es möglich ist, alte Gebäude zu renovieren und mit modernem Komfort auszustatten, aber dennoch die alte Geschichte des Hauses, den alten "Charme" des Hauses zu bewahren, aber auch die Identität des Dorfes, der Gemeinde, der Region."

Atlas ist eines von rund 60 Projekten unter dem Dach von "Alpine Space", einem Programm, das von der EU-Kohäsionspolitik unterstützt wird. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen sieben Alpenländern zu fördern und die Lebensqualität in den Alpen zu verbessern.

Obwohl die Zusammenarbeit im Alpenraum bereits seit Jahrzehnten besteht, wurde das erste transnationale EU-Kooperationsprogramm für die Alpen erst im Jahr 2000 gestartet. Zwischen 2014 und 2020 wurden im Rahmen von "Alpine Space" 139 Millionen Euro investiert, um gemeinsame Lösungen zu finden und die Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern zu stärken.

Ökosysteme erhalten

Ein weiteres "Alpine Space"-Projekt ist "AlpES". Projekt-Koordinator Lukas Egarter Vigl kartografiert die am stärksten gefährdeten Ökosysteme und Gebiete der Alpenregion und legt gemeinsame Leitlinien fest, um sie zum Nutzen aller zu verwalten:

"Süßwasser-Ökosysteme gehören zu den wichtigsten Ökosystemen im Alpenraum", sagt der Ökosystem-Ökologe. "Sie sind die Grundlage allen Lebens auf dem Planeten. Und es liegt in unserer Verantwortung, dieses Ökosystem zu erhalten, damit auch künftige Generationen davon profitieren können."

AlpES analysiert wichtige Aspekte wie Wasserversorgung in mehr als 70.000 Gemeinden im Alpenraum - unter der Prämisse, dass das Wohlbefinden des Menschen untrennbar mit gesunden Ökosystemen verbunden ist.