Eilmeldung
This content is not available in your region

Hotel Mama: Jeder 4. lebt mit 25 Jahren noch bei den Eltern

Archivbild
Archivbild   -   Copyright  Aron Ranen/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Sie haben die Schule abgeschlossen, verdienen ihr erstes Geld - oder schon ein bisschen mehr - und haben immer noch die Füße unter dem elterlichen Esstisch: Mehr als jeder Vierte 25-Jährige in Deutschand lebt noch bei Mama und/oder Papa.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge hält es die Söhne länger zu Hause als Töchter: 34 Prozent waren es 2019 bei den jungen Männern, 21 Prozent bei den jungen Frauen.

Töchter ziehen eher aus

Ein Unterschied, der auch im höheren Alter bestehen bleibt.

Mit 30 Jahren lebten noch 13 Prozent der Sohne zu Hause im Vergleich zu 5 Prozent bei den Töchtern.

Die Vorzüge bei den Eltern genossen mit 40 Jahren noch 4 Prozent der Söhne und nur 1 Prozent der Töchter.

Insgesamt zogen 2019 die Söhne mit durchschnittlich 23,7 Jahren bei "Muttern und Vatern" aus - die Töchter mit 22,9 Jahren.

Montenegriner am längsten bei Eltern

Laut Statista sind die deutschen Nesthocker damit unter dem europäischen Durchschnitt von 25,9 Prozent.

Insgesamt belegt die Statistik, dass die Kinder eher früher von zu Hause ausziehen, wenn es dem Land wirtschaftlich besser geht - wie in Nordeuropa.

Den jungen Schweden konnte es gar nicht schnell genug gehen: Sie zogen 2019 durchschnittlich mit 17,8 Jahren aus. Gefolgt von Luxemburg, Dänemark und Finnland.

Hohe Mieten und Arbeitslosigkeit hingegen lassen den jungen Erwachsenen in vielen europäischen Ländern oft keine andere Wahl, als bei den Eltern zu bleiben.

Am längsten wohnten 2019 junge Italiener, Slowaken, Nordmazedonen, Kroaten und Montenegriner im "Hotel Mama". Montenegro bildete das Schlusslicht der Statistik mit 33,1 Jahren durchschnittlich.

Auffallend: in fast allen 30 untersuchten Staaten sind es die Söhne, die länger zu Hause lebten als die Töchter. Die Ausnahme: Luxemburg.