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Paris: Wie siechende Luxushotels um Kundschaft kämpfen

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Pariser Fünf-Sterne-Häuser werben nicht selten mit einem Blick auf den Eiffelturm. Das hilft zur Zeit allerdings wenig.
Pariser Fünf-Sterne-Häuser werben nicht selten mit einem Blick auf den Eiffelturm. Das hilft zur Zeit allerdings wenig.   -   Copyright  Michel Euler/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Um das Leben in einem Pariser Luxushotel zu genießen, hatten die Kunden vor der Coronakrise eine große Auswahl. Die französische Hauptstadt verfügt über nicht weniger als 1.800 Luxuszimmer.

Nach fünfeinhalb Monaten Pause öffnen sie wieder peu à peu, aber die Buchungen kommen nur langsam herein. Es wird also alles getan, um den Kunden zu beruhigen, vom Öffnen der Tür per Telefon bis zur Sterilisation von Gegenständen.

Delphine Cravotto ist Direktorin des Park Hyatt Paris-Vendôme: "Wir stellen unseren Kunden bei der Ankunft einen Ultraviolett-Sterilisator zur Verfügung, mit dem sie ihre persönlichen Gegenstände sterilisieren können. Der Kunde gibt uns also sein Telefon, wir schließen es ein, und die Sterilisation beginnt für drei Minuten. "

Auslastung nur 20 bis 30 Prozent

Bei Auslastungen von 20 oder 30 Prozent versuchen diese Luxusbetriebe daher, Verluste zu verringern. In der Regel kommen drei Viertel der Kunden der Pariser Fünf-Sterne-Häuser aus den Vereinigten Staaten, Japan, China, dem Nahen Osten und Russland. Heutzutage sind es vor allem die Franzosen, die angezogen werden müssen, auch wenn dies bedeutet, den Spa für externe Kunden zu öffnen oder Upgrades anzubieten.

François Delahaye ist Generaldirektor des Hotels Plaza Athénée: "Belgien, England und Deutschland fallen als Länder so gut wie weg. Dasselbe gilt für viel weiter entfernte Länder. Und oft müssen die Touristen in Quarantäne. Wir müssen also in den Markt einsteigen, den wir gut kennen, nämlich die Franzosen, die die Lebenskunst lieben, die Alain Ducasse lieben, die die Plaza Athénée, die Meurice lieben, um diese Maschine wieder in Gang zu bringen."

Die Gastronomie, ein Meistergut, auf das viele Luxushotels setzen, von denen einige ankündigen, dass sie ihre Speisekarten anpassen, um die Rechnung etwas weniger gesalzen zu machen.