Eilmeldung
This content is not available in your region

Trauerfeier für getöteten Demonstranten in Minsk - Zweifel an der Todesursache

euronews_icons_loading
Trauerfeier für getöteten Demonstranten in Minsk - Zweifel an der Todesursache
Copyright  AP Photo
Schriftgrösse Aa Aa

Tausende Menschen haben in Minsk an einen Demonstranten erinnert, der bei den Protesten in Belarus ums Leben gekommen ist.

Nach Darstellung der Behörden soll in der Hand des 34-jährigen Alexander Taraikowskij ein Sprengsatz explodiert sein, den er auf Sicherheitskräfte habe werfen wollen. Viele Menschen glauben dieser Version nicht.

"Es ist unmöglich, so weiter zu leben. Im Moment liegt die Macht in den Händen derer, die kein Recht darauf haben. Jetzt gibt es unterschiedliche Meinungen. Das war früher nicht möglich, es gab Angst. Jetzt gibt es keine Angst mehr".

Ein Augenzeuge des Vorfalls berichtet, der Mann sei am Montag auf die Polizisten zugelaufen, es habe keine Explosion gegeben. Auf Videoaufnahmen ist ein Mann zu sehen, der zu Boden fällt.

Elena German, die Lebensgefährtin des getöteten Demonstranten erklärte, sie habe den Toten in einem Leichenschauhaus gesehen. Seine Hände waren unverletzt und er habe eine Wunde in der Brust, die sie für eine Schusswunde halte.

"Er hat nichts in seiner Hand. Es gibt einen Schuss und sie schießen weiter. Er greift nach seiner Brust, er blutet und er fällt".

Im Zusammenhang mit den Protesten gegen Staatschef Alexander Lukaschenko sind bislang zwei Menschen ums Leben gekommen. Auch am Samstag protestierten wieder landesweit Zehntausende Menschen in mehreren Städten.

Auslöser ist die von massiven Fälschungsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl am vergangenen Sonntag.