Wahl in Montenegro: Kommt jetzt die Versöhnung?

Kundgebung in Montenegro
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Bisherige Ergebnisse zeigen schwere Verluste für die Partei von Präsident Đukanović. Die Opposition will ihre Hand ausstrecken.

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Die Opposition feiert schon: Bei der Parlamentswahl in Montenegro zeichnen sich erhebliche Verluste für die regierende „Demokratische Partei der Sozialisten" von Staatspräsident Milo Đukanović ab. Das zeigen die bislang ausgezählten Stimmen.

Zdravko Krivokapić, dessen oppositionelles Bündnis die serbisch-orthodoxe Kirche hinter sich weiß, sagte: „Bevölkerung von Montenegro, die Freiheit ist da. Montenegro ist zersplittert und wenn wir nicht jetzt die Hand zur Versöhnung ausstrecken, wird das nie geschehen. Wir strecken Ihnen die Hand aus."

Insbesondere der Streit um ein Kirchengesetz hat das Land gespalten. Dieses sieht unter anderem vor, dass der Kirche Besitz abgenommen werden kann. Die Kirche sieht darin einen Verstoß gegen die Verfassung.

„Sicher ist, dass wir zum jetzigen Augenblick zusammen mit unseren traditionellen Koalitionspartnern 40 Sitze haben. Der Kampf um die Mehrheit im Parlament ist noch im Gange“, so Đukanović.

Insgesamt sind 81 Sitze zu vergeben. Đukanović bestimmt die politischen Geschicke Montenegros als Ministerpräsident beziehungsweise als Staatsoberhaupt seit fast 30 Jahren. Er wirft Russland und Serbien vor, mit Hilfe der Kirche politischen Einfluss in dem Land auszuüben.

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