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Moria: Griechische Regierung zeigt sich unnachgiebig

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Moria: Griechische Regierung zeigt sich unnachgiebig
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Nach der Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria auf der Insel Lesbos durch mehrere Brände hat die griechische Regierung ausgeschlossen, den MigrantInnen die Weiterreise aufs Festland oder in andere europäische Länder zu ermöglichen.

Man gehe davon aus, dass die Feuer von AsylbewerberInnen gelegt worden seien, so ein Regierungssprecher, als Reaktion auf die wegen des Coronavirus verhängte Quarantäne. Was mit den rund 12.000 Menschen passieren soll, ist weiter unklar.

"Wir sind in einer sehr schwierigen Situation", so eine Migrantin aus Afghanistan. "Wir haben nichts zu essen. Wir haben kein Dach über dem Kopf, wir brauchen Ihre Hilfe."

"Was immer sie wollen, sie können es vergessen"

In dem Lager hat es Dienstag und Mittwoch Nacht gebrannt. Die Flammen schwelten tagsüber weiter.

Stelios Petsas, Sprecher der griechischen Regierung: "Die Migranten haben das gemacht, weil sie denken, dass sie die Insel verlassen können, wenn sie Moria abbrennen." Außer den unbegleiteten Minderjährigen, die bereits weggebracht worden sein, werde niemand wegen des Feuers die Insel verlassen. An die Brandstifter sagte Petsas: "Was immer sie wollen, sie können es vergessen."

400 unbegleitete Minderjährige bereits ausgeflogen

Etwa 400 Kinder, die ohne Erwachsene unterwegs sind, wurden laut Regierung bereits nach Nordgriechenland gebracht. Deutschland, Frankreich und die Niederlande erklärten sich bereit, vor allem minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen.

Aus Protest blockierten BewohnerInnen der Insel die Straßen. Sie wollen einen Wiederaufbau des Lagers verhindern. Die AnwohnerInnen klagen seit Langem über die angespannte Sicherheitssituation am Camp, das seit Langem hoffnungslos überfüllt ist.