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Brüchige Waffenruhe in Bergkarabach

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Brüchige Waffenruhe in Bergkarabach
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Im Südkaukasus ist die zwischen Armenien und Aserbaidschan vereinbarte Waffenruhe bisher offenbar nicht vollständig umgesetzt worden. Beide Seiten warfen sich auch am frühen Sonntagmorgen Verstöße gegen die Abmachung und weitere Angriffe vor.

Aserbaidschanische Medien meldeten Artillerieangriffe der armenischen Seite auf die Stadt Ganja im Westen des Landes. Beim Einschlag eines Projektils in ein Wohnhaus sollen demnach drei Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden sein.

Auch Armenien warf dem aserbaidschanischen Militär von fortgesetzten Angriffe vor. Außenminister Sohrab Mnazakanjan sprach von einer "abscheulichen Aggression". Es gibt bisher keine unabhängige Bestätigung für die Angaben beider Seiten.

Unterdessen erinnerte Russland Armenien und Aserbaidschan an die strikte Einhaltung der ausgehandelten Waffenruhe. Die Regierung in Moskau hatte die Feuerpause zwischen beiden Ländern vermittelt.

Seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen aserbaidschanischen und armenischen Truppen Ende September wurden auf beiden Seiten Hunderte Menschen getötet. Es sind die heftigsten Kämpfe in dem Jahrzehnte alten Konflikt seit der Einigung auf einen Waffenstillstand 1994.