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Erdogan mischt mit: Vor der Stichwahl in Nordzypern

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Erdogan mischt mit: Vor der Stichwahl in Nordzypern
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Der Kampf um das Präsidentenamt in der international nicht anerkannten Republik Nordzypern wird per Stichwahl entschieden.

Keiner der elf Kandidaten erhielt am Sonntag die erforderliche abolute Mehrheit. Die Stichwahl findet bereits am nächsten Sonntag statt.

Ins Rennen gehen Amtsinhaber Mustafa Akinci, der sich für eine Wiedervereinigung der geteilten Mittelmeerinsel einsetzt. Für ihn stimmten 29,8 Prozent der Wähler.

Erfolgreicher schnitt sein Herausforderer, der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterstützte Ersin Tatar ab. Er konnte 32,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Tatar gehört der konservativen Nationalen Einheitspartei an, die für eine Zwei-Staaten-Lösung und engere Beziehungen zur Regierung in Ankara eintritt.

Nach einem Treffen mit Erdogan hatte Tatar durch die Öffnung des Küstenstreifens Varosha nahe der Stadt Famagusta für Aufsehen gesorgt.

Griechische Zyprer demonstrierten gegen die Maßnahme, weil sie von Tatar eine Rückgabe von Varosha fordern.

Türkische Zyprer bejubelten dagegen die Öffnung Varoshas. Der ehemalige Urlaubsort steht unter türkischer Kontrolle, ist aber unbesiedelt und gleicht seit der Flucht der 40.000 griechisch-zyprischen Bewohner 1974 einer Geisterstadt. Die Republik Nordzypern wird nur von der Türkei anerkannt.