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Facebook verbannt Holocaust-Leugnungen weltweit: "Das Richtige getan"

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Facebook verbannt Holocaust-Leugnungen weltweit: "Das Richtige getan"
Copyright  Matt Rourke/Copyright 2016 The Associated Press. All rights reserved. This material may not be published, broadcast, rewritten or redistribu
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Nach einer jahrelangen Debatte hat Facebook beschlossen, Holocaust-Leugnungen weltweit aus seinem Dienst zu verbannen. Dies betrifft auch verzerrende Darstellungen des Völkermords der Nazis.

Facebook-Nutzer, die nach Holocaust-Informationen suchen, werden laut Firmenchef Mark Zuckerberg künftig zu maßgeblichen Quellen geleitet. Zuckerberg verwies auf eine Zunahme des Antisemitismus.

In einem Blog erklärte Zuckerberg, die richtigen Grenzen zwischen akzeptabler und nicht akzeptabler Sprache zu ziehen, sei nicht einfach. Man habe aber die richtige Balance gefunden.

Facebook traf die Entscheidung, nachdem Holocaust-Überlebende auf der ganzen Welt ihre Stimme einer Kampagne gegeben haben, die sich im Sommer gegen Zuckerberg gerichtet hatte und ihn drängte, Maßnahmen zu ergreifen, um Holocaust-Leugnungsbeiträge von der Social-Media-Website zu entfernen.

Greg Schneider, der Vizepräsident der Claims Conference, sagte zu der Maßnahme: "Es überrascht mich nicht, dass Mark Zuckerberg und einige der wirklich klugen Leute bei Facebook die Sorgen der Holocaust-Überlebenden in dieser Claims Conference-Kampagne beherzigt und das Richtige getan haben."

Auch Israel, der Jüdische Weltkongress und andere jüdische Organisationen begrüßten den Schritt.

Das israelische Außenministerium erklärte, Holocaust-Leugnung sei keine Frage historischer Debatten, sondern die bösartigste Form von Antisemitismus.

Zuckerberg hatte vor gut zwei Jahren massive Kritik auf sich gezogen, nachdem er in einem Interview sagte, er wolle Beiträge von Holocaust-Leugnern weiterhin nicht grundsätzlich von der Palttform verbannen.

Er selbst sei Jude, aber: "Am Ende glaube ich nicht, dass unsere Plattform das herunternehmen sollte, weil ich denke, dass es Dinge gibt, bei denen verschiedene Menschen falsch liegen. Ich denke nicht, dass sie absichtlich falsch liegen", sagte Zuckerberg damals.