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Fast die ganze Schweiz - die neue Liste der Risikogebiete

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Karte zu Risikogebieten, Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)
Karte zu Risikogebieten, Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)   -   Copyright  ECDC, Europäische Union
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Ab Samstag ist kein einziges Nachbarland Deutschlands mehr ohne Corona-Risikogebiet. Das Robert-Koch-Institut fügte ganz Frankreich mit Ausnahme des Überseegebiets Mayotte, die gesamten Niederlande, fünf weitere Regionen in Polen sowie acht weitere Schweizer Kantone zur Liste der Risikogebiete hinzu. Damit ist auch das an Deutschland angrenzende Kanton Zürich betroffen.

Die Schweiz warnt ihrerseits vor Reisen nach Berlin und Hamburg.

Die Aktualisierung der Regeln zur Einreise nach Deutschland für Menschen, die aus Risikogebieten kommen, wurde offenbar auf den 8. November - nach den Herbstferien - verschoben. Sie war für den 15. Oktober geplant gewesen und sah vor, dass Einreisende fünf Tage in Quarantäne müssen und erst dann einen PCR-Test machen sollen.

Pendler im Grenzgebiet zu Frankreich nicht betroffen

Die Verantwortlichen im französischen Grenzgebiet, dem Saarland, erklären an diesem Freitag, dass Pendler aus der französischen Region Grand Est nicht davon betroffen seien, dass diese jetzt auch zum Risikogebiet erklärt wurde. "Wir stehen in einem engen interregionalen Austausch mit unseren Partnern und setzen auf eine grenzüberschreitende Pandemiebekämpfung", sagte ein Sprecher der saarlänidschen Landesregierung.

Zudem warnt die deutsche Regierung erstmals auch wieder vor Reisen in Teile Italiens. Das süditalienische Kampanien mit Neapel, Capri und Ischia ist betroffen, zudem die nordwestliche Küstenregion Ligurien.

Für die neuen Risikogebiete gelten damit ab Samstag auch die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Wer aus diesen Gebieten nach Deutschland reist, muss sich in Quarantäne begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Für Österreich hat sich die Lage nicht verändert: Die deutsche Regierung betrachtet die Bundesländer Wien, Vorarlberg und Tirol bereits seit mehreren Wochen als Risikogebiet.

Die gesamte RKI-Liste mit mehr Informationen finden Sie hier.

In die Herbstferien nach Griechenland?

Tschechien und Belgien stehen seit Ende September ebenfalls auf der Liste. Tschechien hat derzeit die höchste Infektionsrate Europas. Dort haben sich in den vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner über 660 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Das Robert-Koch-Institut betrachtet Regionen, in denen es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt, als Risikogebiet.

Auch ganz Malta und die gesamte Slowakei gehören nun dazu. Damit gibt es nur noch wenige Länder, die gar nicht betroffen sind. Relativ unbeschwert reisen können Deutsche unter anderem noch nach Griechenland und Zypern.

Andere Risikolisten in Österreich und der Schweiz

Österreich und die Schweiz haben eigene Risikolisten für Reisende.

So warnt das Außenministerium in Wien vor dem spanischen Festland und den Balearen, den französischen Regionen Provence-Alpes-Côte d'Azur und Île-de-France (inklusive der Hauptstadt Paris), für die portugiesischen Regionen Norte und Lissabon sowie für die tschechische Region Prag.

Die komplette österreichische Liste finden Sie hier.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit veröffentlicht eine ständig aktualisierte Liste mit den Regionen, die als Risikogebiete eingestuft werden. Wer von dort in die Schweiz einreist, muss zehn Tage in Quarantäne.

Auf der Schweizer Liste stehen in Italien:

Region Kampanien

Region Ligurien

Region Sardinien

Region Venetien

Und in Österreich:

Land Burgenland

Land Niederösterreich

Land Oberösterreich

Land Salzburg

Land Wien

Und hier geht es zur offiziellen Liste des BAG.