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Gasstreit im Mittelmeer: Türkei verlängert Mission der "Oruc Reis"

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Archivbild der "Oruc Reis"
Archivbild der "Oruc Reis"   -   Copyright  Burhan Ozbilici/AP
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Die Türkei hat ihren umstrittenen Einsatz zu Gas-Erkundungen im östlichen Mittelmeer erneut verlängert. Die "Oruc Reis" werde bis zum 4. November seismische Untersuchungen vornehmen, so die türkische Marinebehörde. Bisher sollte die Mission am Dienstag enden.

Das Forschungsschiff operiert südlich der griechischen Insel Rhodos, die wiederum vor der türkischen Küste liegt. Die Erkundungen sorgen seit Monaten für Streit. Die Türkei betrachtet die betreffenden Gewässer als Teil ihres Festlandsockels. Griechenland sieht das Gebiet um seine Inseln als seine ausschließliche Wirtschaftszone an.

Als Reaktion auf die erste Entsendung der Oruc Reis im August hatte Athen zusammen mit EU-Partnern Militärübungen in der Ägäis durchgeführt.

Griechenland: "Tolerieren keine Kriegserklärung"

Die Verlängerung der türkischen Mission kritisierte Griechenland jetzt deutlich: Die Türkei ignoriere "mit ihrem provokativen und delinquenten Verhalten vollständig die Regeln des Völkerrechts", hieß es in einer Erklärung des griechischen Außenministeriums. Damit destabilisiere Ankara die Region weiter. "Wir tolerieren keine verbrecherischen Ansprüche", so der griechische Außenminister Nikos Dendias. "Wir tolerieren keine Kriegserklärungen. Wir tolerieren keine einseitigen Besitzansprüche. Wir werden unsere Souveränität in jedem Fall verteidigen."

Zuletzt hatten Griechenland und die Türkei erklärt, auf Militärübungen zu ihren jeweiligen Nationalfeiertagen am 28. und 29. Oktober zu verzichten. Die NATO hatte auch die Einrichtung einer Hotline zur Konfliktvermeidung zwischen ihren Mitgliedern vermittelt.