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Wer macht das Rennen: Trump oder Biden? Das sagen die aktuellen Umfragen

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Die US-Präsidentschaftswahlen werden zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Präsidenten Donald Trump und dem demokratischen Kandidaten Joe Biden.

Bis zu dem mit Spannung erwarteten Showdown,sind es nur noch wenige Tage - und die Kandidaten haben volle Terminkalender. Trump und Biden versuchen vor allem, die sogenannten "Battlefield-States", den "Schlachtfeldstaaten", zu gewinnen, die derzeit als "toss ups" angesehen werden.

Was sagen die Umfragen und wie sehen sie im Vergleich zur Wahl 2016 aus?

Der ehemalige US-Vizepräsident Biden hat einen deutlichen Vorsprung in den meisten nationalen Umfragen.

Eine Wahlumfrage der University of Southern California, die am Montag veröffentlicht wurde, ergab, dass Joe Biden landesweit 11 Prozentpunkte vor Donald Trump liegt: 53% für Biden - 42% für Trump.

In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Investor's Business Daily und des TechnoMetrica Institute of Policy and Politics hatte Biden ebenfalls einen beträchtlichen Vorsprung von 7 Prozent hatte.

In der vergangenen Woche hatte Joe Biden in einer nationalen Umfrage der Quinnipiac University einen Vorsprung von 10 Prozentpunkten.

"Dies ist die dritte nationale Umfrage unter wahrscheinlichen Wählern seit September, die zeigt, dass Biden einen 10-Punkte-Vorsprung hat, da Biden sowohl am 2. September als auch am 23. September Trump 52 - 42 Prozent führte", sagte die Universität in einer Mitteilung.

Mehrere Meinungsforscher sehen auch die Demokraten mehrere Prozentpunkte vor den Republikanern bei den Kongresswahlen.

Der Umfrage-Aggregator FiveThirtyEight gibt dem Demokraten Joe Biden eine Chance von 87 zu 100, die Wahl zu gewinnen, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass sein Weg ins Weiße Haus einfach ist.

Wie sieht es in wichtigen US-Staaten aus?

Die meisten US-Bundesstaaten stimmen durchweg für die eine oder die andere Partei, doch es gibt mehrere US-Bundesstaaten.

Zu den wichtigen US-Staaten, auf die sich Trump und Biden in ihren Wahlkämpfen konzentriert haben, gehören Florida, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, Ohio, Iowa, North Carolina und Arizona.

Viele dieser Staaten werden als Schlüssel zum Wahlsieg angesehen.

Nach den jüngsten Umfragen des Meinungsforschers YouGov für CBS News, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, führt Biden in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania mit sieben bis zehn Prozentpunkten.

Bei einer Umfrage von Fox News in der vergangenen Woche lag Biden auch in Wisconsin und Michigan an der Spitze. Eine Ipsos-Umfrage von letzter Woche ergab, dass Biden im möglichen Swing-State Arizona vorne liegt.

Biden liegt im Wisconsin und Michigan vorn, Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia

"Es sieht danach aus, als könne Biden drei Schlüsselstaaten im Rust Belt, die Trump 2016 gewann, zurückerobern: Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Bidens durchschnittlicher Vorsprung in den ersten beiden Staaten liegt bei etwa 7-8%, während sein Vorsprung in Pennsylvania mit etwa 5% geringer ist", sagte J. Miles Coleman vom Zentrum für Politik der Universität von Virginia.

Es gibt auch mehrere Bundesstaaten, in denen die Umfragen im Jahr 2020 einen knapperen Ausgang versprechen, als viele zuvor angenommen haben. Umfragen zeigen zum Beispiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia, das seit Bill Clinton 1992 in einem Präsidentschaftswahlkampf nicht mehr für die Demokraten gestimmt hat.

Ebenfalls wichtig ist North Carolina, das 2008 knapp für Barack Obama stimmte, aber typischerweise rechts wählt. Eine YouGov-Umfrage für CBS News zeigte, dass Biden im Bundesstaat um vier Prozentpunkte vor Trump liegt.

Umfragen sowohl von Ipsos als auch von ABC News/The Washington Post ergaben, dass Biden in der vergangenen Woche auch in North Carolina an der Spitze lag.

Iowa wird auch als ein knappes Rennen im Jahr 2020 angesehen, nachdem er 2016 mit überwältigender Mehrheit für Trump gestimmt hatte. Eine Umfrage der Monmouth University ergab, dass Joe Biden in der vergangenen Woche mehrere Prozentpunkte hinzugewinnen konnte.

Und im Vergleich mit 2016?

Umfragen im Jahr 2016 ergaben, dass die damalige demokratische Kandidatin Hillary Clinton in vielen Staaten hätte gewinnen sollen, die sie dann doch verloren hat.

Umfragen in Michigan im Vorfeld der Wahl 2016 ergaben beispielsweise, dass Clinton zwischen einem und sieben Prozentpunkten Vorsprung hatte, aber Clinton verlor den Bundesstaat.

Clinton führte 2016 auch in Umfragen in mehreren Bundesstaaten, die schließlich an Trump gingen, darunter Wisconsin und Pennsylvania.

Gegenwärtig führt in diesen Bundesstaaten Biden mit mehr Prozentpunkten als Clinton zur gleichen Zeit vor der Wahl.

"Im Vergleich zu 2016 hat Biden einen größeren und beständigeren Vorsprung in den nationalen Umfragen gegenüber Trump als Hillary Clinton", sagte Coleman von der University of Virginia. "Seit Juni hat Biden einen Vorsprung von 8-9 Prozentpunkten bei den nationalen Umfragen", so Coleman von der University of Virginia.

Clinton führte auch in der nationalen Umfrage 2016, wobei FiveThirtyEight voraussagte, dass sie die Wahl mit größerer Wahrscheinlichkeit gewinnen würde als Trump.

Trump gewann das "electoral college", das sogenannte "Wahlkollegium" oder "Wahlmännerkollegium", dessen Mitglieder den Präsidenten wählen. Er hatte aber nicht die meisten Stimmen in der Bevölkerung, da Hillary Clinton landesweit fast drei Millionen Stimmen mehr erhielt.

Journalist • Kirsten Ripper