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45 Jahre unerkannt an der Klowand: Der Spiegel von Marie-Antoinette

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Andy Stowe (East Bristol Auctions Ltd) schaut in den Spigel
Andy Stowe (East Bristol Auctions Ltd) schaut in den Spigel   -   Copyright  AFP
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Manchmal hängen die größten Kunstschätze dort, wo man sie am wenigsten vermutet: auf dem stillsten aller Örtchen. Jahrzehntelang schaut eine britische Familie auf einen eher unscheinbaren Spiegel an der Toilettenwand.

Der gehörte einst der französischen Königin Marie-Antoinette. Erst ein Blick in das Auktionsarchiv von Christie's aus dem Jahr 1889 offenbarte die Echtheit und den wahren Wert. Der Spiegel stammt aus dem Nachlass Napoleons des III, dessen Gattin war eine flammende Verehrerin Marie-Antoinette. Von all dem aber ahnten die britischen Besitzer lange nichts.

Es war einfach nur dieser Spiegel an der Wand

"Nach 45 Jahren war es nur noch eine Dekoration an der Toilettenwand im Erdgeschoss", erklärt Andy Stowe vom Auktionshaus East Bristol Auctions Ltd. "Das ist eines dieser Dinge, die wir alle an der Wand haben, an denen wir wahrscheinlich jeden Tag vorbeigehen, denen wir aber nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

Die Besitzer haben nie jemals wirklich geglaubt, dass der Spiegel echt oder eine beträchtliche Summe Geld wert sein könnte. Es war einfach nur dieser Spiegel an der Wand. Erst jetzt, nach ein paar Nachforschungen ist diese unglaubliche Geschichte ans Tageslicht gekommen."

Demnächst kommt Marie-Antoinettes Spieglein unter den Hammer. Angepeilter Verkaufspreis: umgerechnet mindestens 11 Tausend Euro. Das "Schneewittchendasein" an der Klowand hat sich gelohnt.