US-Wahl: bewaffnete Trump-Anhänger stürmen Auszählhallen

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"Stoppt das Auszählen" riefen Anhänger von US-Präsident Donald Trump, die Auszählhallen in Michigan und Arizona gestürmt haben

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"Stop the count" - "Stoppt das Auszählen", rufen Anhänger von US-Präsident Donald Trump. Sie haben eine Halle in Detroit im US-Bundesstaat Michigan gestürmt, in der Stimmzettel der Präsidentschaftswahl ausgezählt werden.

Im TCF-Zentrum in der Innenstadt von Detroit wurden Türen geschlossen und Fenster vernagelt, nachdem Hunderte während der Auszählung der Stimmen in das Gebäude wollten.

Donald Trump hat den Bundesstaat verklagt, weil die Behörden keinen Zugang zu den Auszählorten gewähren würden. Den wichtigen Swing State Michigan hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden gewonnen.

Auch im Bundesstaat Arizona belagerten teils bewaffnete Anhänger des Präsidenten ein Wahlzentrum in Maricopa. Die Menschen wurden von Gerüchten in den Sozialen Medien aufgeschreckt. Wahlhelfer hätten republikanischen Wählern Textmarker beziehungsweise bestimmte Filzstifte gegeben, mit denen ihre Stimme nicht mehr erkennbar gewesen seien.

Proteste im mehreren Städten

In Chicago forderten Demonstranten den Präsidenten auf, die weitere Auszählung der Stimmen zuzulassen. Sie trugen Transparente mit der Aufschrift "Zählt jede Stimme - denn jede Stimme zählt"

Trump hatte noch am Wahlabend voreilig seinen Sieg erklärt und anschließend eine Reihe von Klagen gegen einige Schlüsselstaaten eingereicht, um die dort noch laufenden Auszählungen stoppen zu lassen.

Auch in New York gingen Hunderte auf die Straße. Sie beschuldigten Trump, die Demokratie zu untergraben.

Mehrere Swing States zählen noch aus, es könnte noch Tage dauern, bis ein Endergebnis feststeht.

In Pennsylvania gibt es noch hunderttausende Briefwahlunterlagen, die nach wie vor nicht ausgewertet sind. Die Landeswahlverwaltung geht davon aus, dass die meisten Stimmen bis Freitag gezählt sein werden.

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