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Neffe (25) von Kim Jong-Un nach Treffen mit CIA verschwunden?

Von Kirsten Ripper mit THE NEW YORKER, AP
Kim Han Sol auf TV-Bildern (ARCHIV)
Kim Han Sol auf TV-Bildern (ARCHIV)   -   Copyright  Lee Jin-man/Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.
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Das plötzliche Verschwinden des 25 Jahre alten Neffen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un wirft viele Fragen auf. Kim Han-sol ist der älteste Sohn von Kim Jong-nam, dem eigentlichen Erben des nordkoreanischen Regimes, der aber Anfang 2000 in Ungnade gefallen war und 2017 ermordet wurde.

Offenbar wollte der junge Mann jetzt zusammen mit seiner Familie über Taipeh nach Amsterdam fliehen. Er soll dann aber nach einem Treffen mit Vertretern der CIA verschwunden sein. In den Niederlanden ist er nie angekommen.

Nach der Ermordung seines Vaters durch ein Nervengift in Kuala Lumpur 2017 soll Kim Jan-sol die Organisation "Free Joseon" um Hilfe gebeten haben. Das berichtet THE NEW YORKER in einer ausführlichen Reportage über die "Untergrund-Bewegung, die versucht, das nordkoreanische Regime zu stürzen".

"Ich nehme an, dass "Free Joseon" Han Sol an die CIA verloren hat", sagt Sue Mi Terry, eine ehemalige CIA-Beamte und leitende Mitarbeiterin des Zentrums für strategische und internationale Studien, in THE NEW YORKER.

"Free Joseon" hatte auch ein Video veröffentlicht, das Kim-Han sol zeigen soll.

Kim Han-sol ist in Nordkorea geboren, aber auf dem chinesischen Festland und in Macau aufgewachsen. Von 2013 bis 2016 hat er im französischen Le Havre Politikwissenschaften studiert.

Zuletzt soll seine Familie bemerkt haben, dass ihr Sicherheitsmann in Macau verschwunden war. Dann sei Kim Han-sol mit seiner Mutter und seiner Schwester geflohen, habe mit der Organisation "Free Joseon" über eine Ausreise beratschlagt - und sich für Amsterdam entschieden.

Zu Beginn der Pandemie hatte es auch immer wieder Fragen zur Ausbreitung des Coronavirus in Nordkorea und auch zum Verhalten von Kim Jong-un in der Krise gegeben.