Krieg der Suppen: Wem gehört Borschtsch?

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Von Renate Birk
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Die Ukraine will die rote Suppe Borschtsch für sich als UNESCO-Weltkulturerbe eintragen lassen.

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Zwischen der Ukraine und Russland gibt es Streit - wegen einer roten Suppe. Die Ukraine will, dass der Borschtsch als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft wird, und zwar als ukrainisches Kulturgut. Starkoch Jevgen Klopotenko führt die Kampagne an. Der Küchenchef entrüstet sich: "Wenn man im Ausland Borschtsch auf einer Speisekarte sieht, steht darunter Russische Suppe, das ist unglaublich."

Dann sagt Klopotenko: "Wir werden etwas Großartiges durchsetzen. Wir werden die Suppe als ukrainisches Kulturgut registrieren lassen. Es ist unsere Tradition. Die Suppe ist Teil unserer Kultur."

Die russische Botschaft in Washington zeigt sich versöhnlicher, Borschtsch werde in vielen ost-europäischen Ländern gekocht, twittert sie. Doch in der Beliebtheitsliste russischer Speisen steht Borschtsch auf Platz 1.

Auch in Polen etwa, in Moldau und in Weißrussland wird Borschtsch zubereitet. Die Rezepte sind etwas unterschiedlich, aber es handelt sich immer um eine Rote-Rübensuppe, oft mit Rahm drin. 

Der Duden will sich auch nicht festlegen und spricht von einer "in Osteuropa beliebten Suppe".

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