Baku: Aserbaidschan trauert um 2783 Opfer des Bergkarabach-Konflikts

Stilles Gedenken um gefallene Soldaten in der Hauptstadt Baku
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Von Euronews mit AP
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Die Regierung in Baku hat erstmals eine Zahl der im Konflikt um Bergkarabach gefallenen Soldaten genannt. Über hundert von ihnen gelten offiziell als vermisst.

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Aserbaidschan hat der Soldaten gedacht, die im jüngsten Konflikt mit Armenien getötet worden sind. In vielen Städten stand der Verkehr still, Autofahrer stiegen aus ihren Fahrzeugen und beteiligten sich an Hupkonzerten und einer Schweigeminute.

Nach staatlichen Angaben kamen bei den Kämpfen um die Region Bergkarabach mindestens 2.783 Militärangehörige ums Leben. Zuvor hatte die Regierung in Baku Angaben über die Zahl der Gefallenen unter Verweis auf die geltende Zensur während des Kriegsrechts verweigert. Das armenische Gesundheitsministerium hatte die Zahl der getöteter Soldaten am vergangenen Mittwoch mit mindestens 2.718 angegeben.

Präsident Ilham Aliyev legte bei einer Zeremonie in Baku einen Kranz nieder. Die Zahl noch vermisster Soldaten bezifferte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium auf über hundert.

Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums haben in Bergkarabach mit der Begutachtung von Sachschäden begonnen. Sie sollen sich am Wiederaufbau der Infrastruktur beteiligen. Viele Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten wurden ganz oder teilweise zerstört.

Proteste in Armenien halten an

In der armenischen Haupstadt Eriwan kommt es weiterhin zu Protesten gegen Regierungschef Nikol Paschinjan.

Die Demonstranten forden seinen Rücktritt, weil sie Paschinjan Verrat vorwerfen. Er hatte in dem von Russland vermitelten Abkommen zur Beendigung des Konflikts einer kampflosen Übergabe größerer Gebiete an Aserbaidschan zugesichert. Für diesen Samstag ist in Eriwan eine Massendemonstration geplant.

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