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Hinter der Maske: Das Leid des italienischen Pflegepersonals

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Von euronews
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Krankenhausbedienstete in Italien
Krankenhausbedienstete in Italien   -   Copyright  AP (Videostandbild)
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Seit Monaten kämpfen die Bediensteten von Krankenhäusern an vorderster Front gegen die Atemwegserkrankung Covid-19. Viel ist von Fallzahlen, von Erkrankten und Genesenen die Rede, aber wenig von den Menschen, die sich durch ihren Beruf zwangsläufig selbst in Gefahr bringen.

Der Krankenpfleger Mirco Perruzza sagt: „Unsere Arbeit besteht aus menschlichen Beziehungen. Wir haben immer Kontakt zu Kranken: Erst körperlichen, dann mitfühlenden Kontakt."

„Das Gefühl von Hilflosigkeit ist groß"

Sebastiano Petracca ist Arzt und ein wenig ratlos: „Das Gefühl von Hilflosigkeit ist groß, besonders bei einigen Kranken. Daran haben wir uns noch nicht gewöhnt. Ich glaube nicht, dass man sich schnell an diese Hilflosigkeit gewöhnen kann.“

Der berufliche Umgang mit der Krankheit wirkt sich aus Schutzgründen auch auf das Privatleben aus, berichtet die in Rom tätige Ärztin Marta Catoni: „Ich wohne in der Nähe meiner Eltern. Sie haben mir mein Abendessen gebracht. Sie haben das Essen vor meinem Haus abgestellt, weil ich sie nicht sehen wollte. Von Anfang März bis Juni habe ich sie nicht gesehen."

In Italien sind mehr als 300 Krankenhausbedienstete selbst an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Toten insgesamt liegt in dem Land bei über 65 000.