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Film-Entdeckung des Jahres: Regisseur Sironi spricht über "Sole"

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"Sole"-Regisseur Carlo Sironi im Gespräch mit Fred Ponsard im Euronews-Studio in Lyon
"Sole"-Regisseur Carlo Sironi im Gespräch mit Fred Ponsard im Euronews-Studio in Lyon   -   Copyright  Euronews
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Beim Europäischen Filmpreis in Berlin ist das italienische Werk Sole als Europäische Entdeckung des Jahres gefeiert und ausgezeichnet worden.

Der Preis wurde von der Europäischen Filmakademie und FIPRESCI vergeben, der Internationalen Vereinigung der Filmkritiker.

Der Regiesseur Carlo Sironi sprach mit Euronews über die europäische und universelle Dimension von Sole: "Ich habe versucht, die Idee zu vermitteln, dass diese Geschichte überall passieren könnte, also habe ich darauf geachtet, nicht zu sehr an der italienischen Folklore der Geschichte zu arbeiten. Diese kleine Stadt am Meer könnte in Nordfrankreich sein oder...sie könnte überall sein. Das war so ein bisschen die Atmosphäre, die ich der Geschichte geben wollte."

Sole ist die Geschichte von Lena, einem schwangeren polnischen Mädchen, das bereit ist, ihr Baby in Italien zu verkaufen, und von Ermanno, der von seinem Onkel, der das Kind kaufen will, beauftragt wird, auf sie aufzupassen. Zwei enttäuschte Einzelgänger aus zwei Ländern treffen aufeinander.

Für Carlo Sironi ist die Idee des nationalen Kinos heute nicht mehr wesentlich: "Wir sollten unseren nationalen Hintergrund in Bezug auf das Kino nicht vergessen und es ist unmöglich, ihn komplett zu vergessen, aber die Filme reisen viel, viel mehr als früher. Ich meine, jetzt ist es für mich möglich, Filme aus ganz Europa, aus der ganzen Welt zu sehen, vor dreißig Jahren war das unmöglich. Ich denke, die Regisseure sind heute viel mehr beeinflusst als früher und das ist einfach eine tolle Sache."

Die anderen fünf nominierten Filme kamen aus Frankreich, Litauen, Bosnien und den Benelux-Ländern.