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EU-Kommission gegen pauschale Reiseverbote - Frankreich öffnet sich

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Von Euronews mit dpa
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Eine Frau mit ihrem Smartphone in der Nähe des englischen Hafens Dover. Viele Briten, die in die EU reisen wollten, sitzen zu Hause fest
Eine Frau mit ihrem Smartphone in der Nähe des englischen Hafens Dover. Viele Briten, die in die EU reisen wollten, sitzen zu Hause fest   -   Copyright  Kirsty Wigglesworth/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Die EU-Kommission hat sich gegen pauschale Flug- und Reiseverbote von und nach Großbritannien ausgesprochen.

Diese seien nicht die richtige Reaktion auf eine neue Variante des Coronavirus. EU-Justizkommissar Didier Reynders erklärte, die Mitgliedstaaten sollten koordinierte Maßnahmen ergreifen, um nicht unbedingt notwendige Reisen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zu unterbinden.

Gleichzeitig empfiehlt die Kommission, keine pauschalen Einreiseverbote zu verhängen, um Tausende von EU-Bürgerinnen und Bürger sowie Briten und Britinnen nicht an der Rückkehr in ihre Heimat zu hindern.

Flug- und Zugverbote sollten zugunsten dringend notwendiger Reisen und dem Erhalt der Versorgungskette nicht mehr angewendet werden.

Reisende mit einer wesentlichen Funktion, etwa medizinisches Personal, sollten verpflichtet werden, sich 72 Stunden vor der Abreise einem PCR- oder Antigen-Schnell-Test zu unterziehen. Einer Quarantäne-Maßnahme sollte sich das sogenannte "unverzichtbare" Personal nicht unterziehen müssen.

Irland schert schon aus

Irland kündigte an, die Aussetzung seiner Flugverbindungen mit Großbritannien bis mindestens 31. Dezember zu verlängern, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus-Stammes zu verhindern. Die Maßnahme erfolgte trotz der Empfehlung aus Brüssel, die Wiederaufnahme des Verkehrs für "wesentliche Reisen" zu erleichtern.

Es sei wichtig, auch den Gesundheitsaspekt zu berücksichtigen, sagte der irische Verkehrsminister Eamon Ryan. Die maritimen Verbindungen, viele davon per Fähre, werden nicht eingestellt.

Frankreich öffnet sich Briten

Wenige Stunden nach den Ratschlägen aus Brüssel einigten sich Frankreich und Großbritannien wuf eine Wiederöffnung der französischen Grenze für Reisende aus dem Königreich. Flugzeuge, Schiffe und der Eurostar-Zug aus London dürfen ab Mittwochmorgen wieder verkehren. Das gab der Beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari über Twitter bekannt. Er bedankte sich bei seinem britischen Kollegen Grant Shapps für die herausragende Arbeit der vergangenen 48 Stunden.

Die einzige Einschränkung: Franzosen und Französinnen, Menschen mit Wohnsitz in Frankreich und andere autorisierte Personen müssten ab Mittwochmorgen einen negativen Coronatest mit sich führen.