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B.1.1.7 - mutiertes Virus breitet sich in vielen Ländern in Europa aus

Frankfurt Flughafen - ARCHIV
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Es war nur eine Frage der Zeit. Viele Experten waren überzeugt, dass die Mutante des Coronavirus fast überall in Europa bereits zirkuliert. An Weihnachten wurde die Variante aus Großbritannien auch in Spanien und in Schweden nachgewiesen. In Dänemark hatten die Gesundheitsbehörden schon 33 Fälle aufgespürt. Offenbar waren immer Reisende aus Großbritannien involviert.

Die Variante mit dem Namen B.1.1.7 gilt als wesentlich ansteckender als das zuvor verbreitete Virus, soll aber keinen schlimmeren Krankheitsverlauf auslösen. Um zu wissen, welche Form des Coronavirus vorliegt, muss die Gen-Sequenz bestimmt werden. Viele Labore in Europa sind aber ohnehin überlastet.

In Frankreich war die Variante bei einem in London lebenden Mann auf Weihnachtsurlab in Tour bestätigt worden, er war im Eurostar (also im Zug) von London nach Paris gereist.

An Heiligabend war ein erster Fall des mutierten Virus in Deutschland nachgewiesen worden. Die Frau war am 20. Dezember von London-Heathrow nach Frankfurt geflogen. Im Test-Center am Flughafen wurde sie per Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet. Die Gesundheitsämter haben das inzwischen bestätigt.

Die Frau wurde von Verwandten aus dem Landkreis Freudenstadt im Schwarzwald im Auto abgeholt, die sie nach Baden-Württemberg mitnahmen. Dort erfolgte ein PCR-Test - und in diesem wurde B.1.1.7, die neue Variante des Coronavirus, nachgewiesen.

Zuvor war das mutierte Virus schon u.a. in Proben in Italien und Österreich gefunden worden.

Die Frau und ihre Verwandten sind in Baden-Württemberg in häuslicher Isolation. Offenbar hat die Frau inzwischen leichte Symptome von Covid-19.

In der Schweiz wurden ebenfalls an Heiligabend zwei Fälle des mutierten Virus entdeckt. Das hat das Bundesamt für Gesundheit BAG mitgeteilt.

Experten waren sich schon zuvor sicher, dass die Mutante auch von Reisenden aus Großbritannien in die Schweiz eingeschleppt wurde. Das erklärte Tanja Stadler von der Task-Force des Bundesamtes für Gesundheit.

In Deutschland hat das Robert Koch-Institut an Heiligabend mehr als 32.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 802 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Die Zahlen an Weihnachten waren deutlich niedriger, was aber auch daran lag, dass weniger getestet wurde und dass nicht alle Gesundheitsämter an den Feiertagen Daten übermitteln.