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Papst verordnet mehr Transparenz bei den Finanzen

Von Euronews mit dpa, Vatican News
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Franziskus
Franziskus   -   Copyright  AP Photo
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Der Chef der vatikanischen Güterverwaltung APSA (Amministrazione del Patrimonio della Sede Apostolica) , Bischof Nunzio Galantino, hat das neue Dekret von Papst Franziskus gewürdigt.

Es sei notwendig gewesen, der Verwaltung der vatikanischen Finanzen „eine Wende zu geben, um die Transparenz und Kosteneinsparungen zu erhöhen“, so der Kurienbischof gegenüber Vatikan News. So werde auch verhindert, dass so mancher im Vatikan ein "eigenes Gärtchen pflege", sagte Galantino.

Am Montag hatte der Heilige Stuhl mitgeteilt, der Papst habe per Dekret eine Zentralisierung der Finanz- und Immobilientätigkeit verordnet. Unter dem Eindruck mehrerer Finanzskandale will Papst Franziskus so mehr Transparenz schaffen. Dem Staatssekretariat wird so Macht entzogen.

Franziskus legte zum Beispiel fest, dass die Apsa die Inhaberschaft von Fonds und Bankkonten sowie Immobilieninvestitionen, einschließlich Investitionen in Unternehmen und Investmentfonds, übernimmt, die bislang im Namen des Staatssekretariats liefen. Die Kontrolle darüber soll das Sekretariat für Wirtschaft übernehmen. Das Staatssekretariat soll wiederum bis zum 4. Februar kommenden Jahres alle liquiden Mittel überwiesen haben, wie es weiter hieß.

Viele Organe des Kirchenstaates hatten über Einzelkassen verfügt. Geldströme galten als teils undurchsichtig. Außerdem hatten unter anderem verlustreiche Immobiliengeschäfte in London für Schlagzeilen gesorgt.

Die Güterverwaltung Apsa wird sich also ab dem 1. Januar alleine um die Verwaltung von Kapital- und Immobilienwerten kümmern.