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Gefährlicher Müll: Masken können Tiere töten

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Sind nicht nur eklig, sondern können für Tiere auch tödlich enden: weggeworfene Masken.
Sind nicht nur eklig, sondern können für Tiere auch tödlich enden: weggeworfene Masken.   -   Copyright  Michael Probst/ Associated Press
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Für Menschen gelten sie in der Corona-Pandemie als Lebensretter, achtlos weggeworfen können sie für Tiere aber den Tod bedeuten: Umweltorganisationen finden Masken unter Wasser, an denen Meerestiere verenden, weil sie sie essen, sich daran vergiften oder darin verheddern. Sie schätzen, dass Masken im vergangenen Jahr über 6000 Tonnen zusätzlichen Plastikmüll in den Meeren ausmachten.

"Die ganze Nahrungskette in Gefahr"

George Leonard, Chefwissenschaftler der US-Organisation "Ocean Conservancy": "Masken und Handschuhe sind besonders problematisch, weil sie wegen ihrer Größe vor allem größere Tiere wie Seeschildkröten, Meeresvögel und größere Fische betreffen. Pflanzliches oder tierisches Plankton, die Basis der Nahrungskette, sind nicht so sehr betroffen. Trotzdem ist die ganze Nahrungskette in Gefahr, weil sich das Plastik in immer kleinere Teile teilt."

Weggeworfene Masken sind nicht nur in den Ozeanen ein Problem: Vögel verfangen sich in ihnen. In Brasilien wurde ein toter Pinguin angespült, der eine Maske im Magen hatte. Hunde sammeln die weggeworfenen Mund-Nasenschutze auf, Affen kauen darauf herum. Umweltschutzorganisationen weisen daraufhin, dass es mehrere hundert Jahre braucht, bis sich eine Maske zersetzt.