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Furcht vor Virus-Mutationen wächst: Niederlande verlängern Lockdown

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Furcht vor Virus-Mutationen wächst: Niederlande verlängern Lockdown
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Trotz eines Rückgangs der Coronavirus-Neuinfektionen hat die niederländische Regierung eines Verlängerung des seit einem Monat andauernden Lockdwowns um drei Wochen beschlossen.

Ministerpräsident Mark Rutte sagte, man habe keine andere Wahl. Von Auslandsreisen wird sogar bis März abgeraten. Hintergrund sei vor allem die rasche Ausbreitung der Virus-Mutationen. Weiter sagte Rutte: "Die Zahlen gehen nicht schnell genug zurück und wir haben es jetzt auch mit der Bedrohung durch die britische Coronavirus-Variante zu tun. Und wir sind sehr besorgt über diese Variante. Die Bilder aus London und auch aus Irland sind alarmierend. Und das ist noch eine Untertreibung."

Rückgang in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden 45.000 Neuinfektionen hinzugekommen. Zuvor waren täglich sogar bis zu 60.000 Ansteckungen. Die Regierung strebt an, künftig zwei Millionen Menschen pro Woche mit mindestens einer Dosis zu impfen.

Die britische Innenministerin Priti Patel ermahnte die Bevölkerung, die Verhaltensregeln zu befolgen: "Wenn Sie nicht Ihren Teil beitragen, werden unsere selbstlosen Polizeibeamten, die da draußen jeden Tag ihr eigenes Leben riskieren, um unsere Sicherheit zu garantieren, die Vorschriften durchsetzen. Und ich werde sie dabei unterstützen, dies zu tun, um unseren NHS zu schützen und um Leben zu retten."

Ukraine in Wartestellung

In der Ukraine gilt der zweite nationale Lockdown vorerst bis Sonntag kommender Woche. Obwohl ein Impfstart noch nicht absehbar ist, will die Regierung nicht auf das russische Serum Sputnik V zurückgreifen. Auf Sputnik V setzen unter anderem Ungarn, Serbien und Argentinien.

Stattdessen bat Kiew die Europäische Union und die Weltgesundheitsorganisation um Unterstützung. Die Regierung erwägt aber auch den Einsatz eines Impfstoffs aus China. Mit dem Beginn der Impfkampagne rechnen ukrainische Experten erst im März.

Tourismus-Sektor in Italien eingebrochen

In Rom demonstrierten Hunderte Beschäftigte der Reisebranche auf der Piazza del Popolo. Sie forderten mehr Rückhalt und Finanzhilfen von der Regierung. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes ist die Zahl der Reisenden aus dem Ausland im vergangenen Jahr um über zwei Drittel (68,6%) im Vergleich zu 2019 zurückgegangen.

Auch Reisebüroinhaber Vincenzo Macaluso demonstrierte in Rom: "Wir haben einen Rückgang von 100 Prozent, mein Geschäft ist seit dem 11. März geschlossen, genau wie alle anderen Reisebüros. Wir sprechen von Zehntausenden von Euro weniger Einnahmen, wenn wir alles zusammenrechnen, sind es vielleicht Millionen Verluste."

Frankreichs Fitnessbranche: neuer Rückschlag

In Paris demonstrierten Hunderte Beschäftigte von Fitness-Studios vor der Nationalversammlung, um auf ihre kritische Situation und zu geringe Finanzhilfen aufmerksam zu machen. Sie hatten vergeblich gehofft, am 20, Januar ihre Betriebe wieder öffnen zu können. Viele von ihnen befürchten durchgehende Schließungen bis zum Sommer.