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Trotz Corona: Tausende bei Protesten in vielen Städten in Frankreich

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Trotz Corona: Tausende bei Protesten in vielen Städten in Frankreich
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In zahlreichen französischen Städten haben trotz Corona-Pandemie Menschen erneut ihrem Unmut über ein geplantes Sicherheitsgesetz Luft gemacht. Mit dem Gesetz will Frankreichs Regierung die Polizei besser schützen.Kritiker fürchten unter anderem eine Beschränkung der Pressefreiheit und eine massive Ausweitung der Videoüberwachung.

Auch in Lyon war der zentrale Platz der Innenstadt am Samstagnachmittag egen des Protests abgeriegelt.

Ein Demonstrant sagt: "Dieses Gesetz schränkt unsere Freiheiten weiter ein. Es unterdrückt uns. Es ist wichtig, dass wir heute hier sind, auch wenn wir nicht so viele sind. Am vierten werden wir wieder demonstrieren. Dann werden noch mehr Menschen da sein."

Ende vergangenen Jahres gab es auf den Straßen des Landes bereits massiven Protest gegen das Gesetz. Auch Mitte Januar waren Tausende Menschen gegen das Gesetzesvorhaben auf die Straße gegangen.

Nach Massenprotesten wird nun ein besonders umstrittener Artikel umformuliert, der die Verbreitung von Aufnahmen von Polizeieinsätzen eingrenzen soll. Die Organisationen fordern seine vollständige Streichung und kritisieren weitere Gesetzespunkte wie etwa die Ausweitung der Videoüberwachung.

Den Veranstaltern zufolge hatte es am Samstag mindestens 55 Versammlungen gegeben. In Paris protestierten die Demonstrant:innen gegen das Sicherheitsgesetz, aber wollten zugleich auch ein Zeichen für die Kultur setzen. Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater und Museen sind in Frankreich wegen der Corona-Pandemie seit Monaten geschlossen. Wie das Innenministerium am Abend mitteilte, beteiligten sich landesweit rund 32.770 Menschen an den Protesten, davon etwa 5050 in Paris.