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WHO ruft Europa und Pharmakonzerne zu mehr Zusammenarbeit auf

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WHO ruft Europa und Pharmakonzerne zu mehr Zusammenarbeit auf
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In der EU läuft die Impfkampagne gegen das Coronavirus nur schleppend an. Die Weltgesundheitsorganisation hat nun Europa und die Pharmakonzerne zu mehr Zusammenarbeit aufgerufen, um die Impfstoffproduktion zu beschleunigen.

Der EU-Direktor der Weltgesundheitsorganisation, Hans Kluge betont die Dringlichkeit - besonders wegen der neuen Virusmutationen: "Sie breiten sich schneller aus, so dass mehr Menschen in kürzerer Zeit an der Krankheit erkranken und das überlastete Gesundheitssystem noch mehr unter Druck kommt. Außerdem stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit der Impfstoffe. Es gibt einige Berichte, dass insbesondere die südafrikanische Variante zur Herausforderung werden könnte, aber wir sind uns noch nicht sicher. Doch genau deshalb müssen wir sehr wachsam sein."

Wegen der Virusmutationen wurden auch die Kontrollen zwischen EU-Ländern verstärkt. Die französische und die deutsche Polizei kontrolliert Passagiere, die mit dem Zug zwischen den beiden Ländern reisen.

"Mit dieser neue Variante des Virus, das ist schon beängstigend. Also ich kann die Kontrollen verstehen. Aber normalerweise gibt es das nicht, es ist wirklich seltsam", sagt eine Studentin, die von Strasbourg nach Freiburg unterwegs ist nach ihrer Kontrolle.

In Spanien haben die Gesundheitsbehörden inzwischen entschieden, dass Alle zwischen 18 und 55 Jahren den AstraZeneca-Impfstoff erhalten können. Vor allem für Menschen über 65 wurde die Impfung nicht empfohlen.

Alte Menschen in Pflegeheimen werden weiter nur mit Pfizer- und Moderna-Dosen geimpft. Die Behörden haben diese Entscheidung getroffen, weil es nicht genug Studiendaten für die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes bei älteren Menschen gibt.

In Italien gab es in den vergangenen 24 Stunden 377 Todesfälle und etwas mehr als vierzehntausend neue Infektionen. Die Zahlen gehen kontinuierlich zurück und nachdem der Lockdown gerade dementsprechend gelockert wurde, kehren die Touristen zurück.

In 15 von 20 Regionen dürfen Cafés und Restaurants zumindest bis 18 Uhr öffnen und auch Sehenswürdigkeiten sind wieder zugänglich.