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14 Festnahmen wegen Terrorverdachts in Deutschland und Dänemark

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Von Julika Herzog mit dpa
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14 Festnahmen wegen Terrorverdachts in Deutschland und Dänemark
Copyright  presse-fotos.dk/AP
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Nach der Festnahme drei syrischer Brüder in Deutschland und Dänemark wegen Terrorverdachts sitzen in Dänemark mittlerweile insgesamt 13 Personen in Untersuchungshaft. Es bestehe der Verdacht, dass in der Region Seeland ein Terrorangriff in Dänemark oder in Deutschland geplant worden sei.

Man habe bei Durchsuchungen Materialien zum Bau einer Bombe und mehrere Schusswaffen gefunden, so der operative Leiter des Inlandsnachrichtendienst PET Flemming Drejer: „Die Dinge, die wir gefunden haben sind besorgniserregend. Wir haben auch eine IS-Flagge entdeckt, die unseren Verdacht bestätigt, dass diese Menschen ein militant islamistisches Motiv haben könnten. Dieses Bild hat sich ergeben und daher ist die Terrorgefahr in Dänemark ernst. “

Eine 14. Person wurde nach PET-Angaben in Deutschland festgenommen.

Zuvor war am Donnerstag bekannt geworden, dass am vergangenen Wochenende in Deutschland und Dänemark drei Brüder aus Syrien wegen Terrorverdachts festgenommen worden waren. Das Bundesinnenministerium und deutsche Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die drei einen Terroranschlag von erheblichem Ausmaß geplant haben.

Nach dpa-Informationen stehen die elf weiteren Festnahmen in Dänemark im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den drei Brüdern, von denen einer in Hessen und einer in Sachsen-Anhalt wohnte.

Das Amtsgericht Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt hatte Haftbefehl gegen die Männer im Alter von 33, 36 und 40 Jahren erlassen. Vorgeworfen wird ihnen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, wie die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg mitteilte.

Konkret soll das Trio im Januar am Ankauf mehrerer Kilogramm Chemikalien in Polen beteiligt gewesen sein, die zur Herstellung von Sprengsätzen dienen können.

Für zwei der Brüder ist dem Vernehmen nach die erstmalige Einreise nach Deutschland im Jahr 1998 dokumentiert. Mitglieder der Familie waren zwischen 2006 und 2016 mehrfach als radikale Islamisten aufgefallen. Ein konkreter Verdacht ließ sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen damals aber nicht erhärten.